ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:01 Uhr

Dem Spitzenreiter gut Paroli geboten, doch am Ende wieder keine Punkte

Luckau.. Rot Weiß Luckau begann das Jahr 2004 wie man das Jahr 2003 beendete: Nach kampfbetontem Spiel mussten sich die Berstestädter dem Spitzenreiter Teltower FV geschlagen geben. Wieder fiel die Niederlage mit 0:1 nur sehr knapp aus. Von Stephan Teske

Trainer Uwe Trautmann fehlten im Vergleich zum letzten Spiel die gesperrten Heiko Genilke (5. gelbe Karte) und Michael Walter (Gelb/Rot-Sperre) sowie Ronny Grün (Arbeit, kam erst zur zweiten Halbzeit) und Christian Mrose (Gesellenprüfung). Jens Meissner spielt aus beruflichen Gründen nicht mehr für die Luckauer.
Das Spiel begann schleppend - viel Mittelfeldgeplänkel, keine Straf raumaktionen. Die Gäste, klarer Spitzenreiter der Landesklasse Mitte, enttäuschten auf der ganzen Linie. Lediglich mit einstudierten Standardsituationen schufen sie so etwas wie Torgefahr. So in der zehnten Minute, als Maik Friemelt einen Freistoß abprallen ließ, den Nachschuss aus Nahdistanz jedoch abwehrte. In der 19. Minute hatte der Keeper Glück, dass ein Eckball, der über ihn hinwegsegelte, vom Teltower Stürmer nicht verwertet wurde.

Luckauer im Angriff zu harmlos
Luckau gestaltete das Spiel offen, war aber zu harmlos im Vorwärtsgang. Immer wieder wurden die Bälle hoch und weit nach vorn gespielt. Im Angriffszentrum konnten sich weder Markus Petschick noch der sehr fleißige Falko Schachler behaupten. In der Kreativzentrale lief das Spiel lange Zeit an Marcel Dommasch vorbei, zudem hielt er den Ball zu lange. Wie in vielen Spielen der Hinrunde reichte dem Luckauer Gegner ein Fehler, um in Führung zu gehen. Diesmal war Marko Petschick der Unglücksrabe. Er verlor auf der rechten Abwehrseite völlig unnötig den Ball und die im Vorwärtsgang befindliche Luckauer Abwehr war mit einem geschickten Pass ausgespielt. André Kather nutzte die Lücke zum 0:1 (33. Minute).
Die erste und einzige Luckauer Torchance bis zur Pause hatte Tobias Krause, dessen Direktabnahme lenkte der Teltower Torwart zur Ecke ab (39. Minute). Nach dem Wiederanpfiff verschaffte sich Luckau vom Anpfiff weg mit viel Engagement Vorteile, ließ aber eine spielerische Struktur weitgehend vermissen. Teltow stand über weite Strecken ordentlich in der Defensive, hatte jetzt aber vorne wenig zu melden. Außer zwei Zufallschancen durch Markus Petschick, die er beide kläglich vergab (56. und 57.), hatte aber Luckau in der Offensive auch nichts zu bieten, weil sich im Mittelfeld zu wenige Anspielstationen boten. Das Passspiel war dabei zu fehlerhaft und nicht druckvoll genug und die Spitzen wurden von der Gäste-Abwehr abgemeldet.

FSV-Abwehr stand sicher
In der Abwehr standen die Rot-Weißen jetzt sicher. An Maik Guttke und Marcel Jahn war kein Vorbeikommen, die Angriffe die trotzdem durchkamen entschärften Mike Horst und Maik Friemelt. So wurde den etwa 80 frierenden Zuschauern ein zwar engagiertes, jedoch überwiegend unattraktives Spiel gezeigt.
Fazit: Die Hausherren betrieben viel Aufwand bei geringem Erfolg. Bei Luckau gleicht ein Spiel dem anderen. In der Abwehr lädt die Mannschaft die Gegner durch einen oder mehrere Fehler zum Tore schießen ein. Im Angriff fehlt ein Knipser, der den hohen läuferischen und kämpferischen Aufwand in Tore ummünzt.
Beste Luckauer: Maik Guttke, Marcel Jahn und Tobias Krause.
Vorschau: Am kommenden Sonnabend holen die FSV-Kicker die ausgefallene Partie gegen Werder nach. Anstoß ist um 15 Uhr.

Statistik Luckau spielte mit:
Tor: Maik Friemelt. Feld: Marko Petschick, Mike Horst, Maik Guttke, Marcel Jahn, Marcel Pillath, Marcel Dommasch, Tobias Krause, Henning Tölpe (ab 55. Minute Ronny Grün), Falko Schachler (ab 73. Minute Rainer Zierenberg), Markus Petschick.