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| 14:00 Uhr

Lange erwartet
Das Schloss in Golßen soll saniert werden

Das Schloss in Golßen steht seit Jahren leer und verfällt.
Das Schloss in Golßen steht seit Jahren leer und verfällt. FOTO: Carmen Berg / LR
Golssen. Dem Haus droht der Verfall. Awo will es mieten. Die Stadtverordneten geben grünes Licht für die Vorplanung.

Für die Sanierung des Schlosses haben die Stadtverordneten bei ihrer jüngsten Sitzung den ersten Schritt gemacht. Mehrheitlich beauftragten sie die Verwaltung, die Vorplanungsleistungen für das Vorhaben auszuschreiben.

Das Schloss steht seit vielen Jahren leer und ist marode. Es soll nach der Sanierung an die Arbeiterwohlfahrt vermietet werden, die in den historischen Mauern aus dem Jahr 1730 eine soziale Nutzung mit Wohnen und betreutem Wohnen plant. In Teilen soll das Schloss dafür barrierefrei werden.

Ein Vormietvertrag wurde laut Verwaltung bereits Ende 2016 geschlossen. Das Problem: Solange es keine Planung gibt und damit die Sanierungskosten nicht feststehen, sind keine konkreten Angaben zur künftigen Wohnfläche und zum Mietzins möglich. Aufschluss soll die nun beschlossene Vorplanung geben, die ausgeschrieben wird.

Reinhard Knöfel (Die Linke) kritisierte, dass die Beschlussvorlage den Abgeordneten erst kurzfristig auf den Tisch kam. Zwar sei auch er dafür, dass am Schloss endlich was passiert, aber die Verfahrensweise ärgere ihn, begründete er seine Gegenstimme. In der Bürgerfragestunde hatten Golßener außerdem moniert, dass Aussagen zu den Planungskosten fehlen. Bürgermeister Hartmut Laubisch (SPD) sprach von rund 120 000 Euro. Mit der Vorlage habe der Haushaltsbeschluss 2018 abgewartet werden müssen, erklärte er die Kurzfristigkeit.

Für die Sanierung kursierten Summen zwischen fünf und sieben Millionen Euro. Die Golßenerin Andrea Schulz bemängelte, dass sich die Stadt derart teure Investitionen leiste, aber seit Jahren für einen Bolzplatz für die Kinder an der Bahnhofstraße kein Geld da sei.

Michael Bock (CDU) sagte, er sei erst dieser Tage im Schloss gewesen. „Ich war erschrocken, wie es dort aussieht.“ Gerd Pietrzok (SPD) erklärte: „Wir können froh sein, dass sich jemand um das Schloss kümmern will. Darum haben wir uns lange bmüht.“ Es sei höchste Zeit zum Handeln. „In ein paar Jahren können wir das Haus nur noch zusammenschieben.“ Für den Bolzplatz hatte der Abgeordnete. Ronny Broddack (SPD) eine Idee: Vielleicht lässt sich dafür mit der Arbeiterwohlfahrt eine Lösung im hinteren Parkteil hinbekommen.“,