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| 17:22 Uhr

Warnung
Blaualgen-Entwicklungam Mellensee

Am Mellensee. Das Gesundheitsamt des Landkreises Teltow-Fläming warnt vor Gefahren beim Baden in den betroffenen Gewässern.

Im Mellensee, an der Badestelle Strandbad Klausdorf und an der Badestelle Strandbad Mellensee, besteht zurzeit eine Blaualg-Enentwicklung. Darüber informiert das Gesundheitsamt des Kreises Teltow-Fläming. Badegäste können dies an der starken Trübung und Verfärbung des Wassers sowie der Einschränkung der Sichttiefe erkennen. Die Sichttiefe im Mellensee beträgt zurzeit etwa 45 Zentimeter.

Blaualgen gelten als gefährlich, weil einige Arten Stoffe produzieren, die bei Badenden Durchfall, Erbrechen oder Hautausschläge und im schlimmsten Fall sogar Atemnot auslösen können. Eine Gesundheitsgefahr besteht vor allem durch das Schlucken des Wassers – das gilt auch für Hunde! „Wenn Behörden hier ein Badeverbot aussprechen, sollte man das besser berücksichtigen“, warnt Horst Auer von der DLRG.

Zu einer starken Vermehrung von Blaualgen kommt es, wenn es im Wasser einen hohen Nährstoffgehalt gibt oder auch bei steigenden Wassertemperaturen. Bei den hochsommerlichen Temperaturen der der vergangenen Wochen hatten die Bakterien also ideale Bedingungen. Auch in der kommenden Woche sind wieder Temperaturen um die 30 Grad angekündigt, die Gefahr dürfte also nicht gebannt werden.

Das Gesundheitsamt empfiehlt daher folgende Verhaltensregeln:

- Vermeiden Sie das Baden, wenn Sie bereits in knietiefem Wasser Ihre Füße nicht mehr sehen und/oder Schlieren auf dem Wasser sichtbar sind.

- Achten Sie darauf, kein algenhaltiges Wasser zu schlucken. Denken Sie an Kinder und Kleinkinder, die durch ihr Spielverhalten besonders gefährdet sein können.

- Kinder und Kleinkinder sollten nicht mehr im Wasser baden oder am Ufersaum planschen und spielen.

Wer das Baden dennoch nicht unterlassen will, sollte folgende Ratschläge beherzigen:

- Wählen Sie einen uferfernen oder nicht belasteten Einstiegsbereich in das Badegewässer.

- Duschen Sie sich nach dem Baden ab und wechseln Sie die Badebekleidung.

Auch bedenken sollten Badegäste, dass durch die starke Einschränkung der Sichttiefe im erforderlichen Fall Rettungsmaßnahmen erschwert werden können.

Falls nach dem Baden Beschwerden wie Hautreizungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Atemnot auftreten, sollten man einen Arzt aufsuchen und das Gesundheitsamt informieren.

Algen-Massenentwicklungen können sich innerhalb weniger Stunden oder Tage wieder auflösen. Dann können Sie wieder gefahrlos und unbeschwert baden. Das Gesundheitsamt überwacht verstärkt die Algen-Entwicklung. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden an der Badestelle, auf der Internetseite des Landkreises und auch auf der Internetseite der Landesregierung (badestellen.brandenburg.de) bekannt gegeben.

Bei Fragen oder Hinweisen können Sie sich an das Gesundheitsamt unter der Rufnummer (03371) 608 3818 wenden.