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| 02:41 Uhr

Danke für acht segensreiche Jahre

Die Pfarrer Kerstin und Volker Strauch verlassen die Luckauer Nikolaikirche: Rund 600 Gläubige aus den von ihnen betreuten Gemeinden und darüber hinaus waren nach Luckau gekommen, um ihnen für acht Jahre engagiertes Wirken zu danken.
Die Pfarrer Kerstin und Volker Strauch verlassen die Luckauer Nikolaikirche: Rund 600 Gläubige aus den von ihnen betreuten Gemeinden und darüber hinaus waren nach Luckau gekommen, um ihnen für acht Jahre engagiertes Wirken zu danken. FOTO: Birgit Keilbach/bkh1
Luckau. Ein langer Händedruck, eine herzliche Umarmung, dazu ungezählte Worte des Dankes und beste Wünsche für die Zukunft: Hunderte Menschen nahmen am Sonntagnachmittag am Ausgang der Luckauer Nikolaikirche Abschied vom Pfarrerehepaar Kerstin und Volker Strauch. Birgit Keilbach / bkh1

Zum feierlichen Gottesdienst anlässlich ihrer Verabschiedung waren rund 600 Besucher gekommen. Thomas Köhler, Superintendent des Kirchenkreises Niederlausitz, entließ die zwei Pfarrer aus ihrer Dienstverpflichtung in der Landeskirche. Acht Jahre lang gestalteten Pfarrerin Kerstin und Pfarrer Volker Strauch in der Region das Gemeindeleben. Sie haben Gottesdienste gefeiert, getauft, konfirmiert, getraut, und bestattet. Während ihres Wirkens in den Pfarrsprengeln von Luckau und den umliegenden Gemeinden haben sie die Herzen der Menschen bewegt.

Das wurde am Sonntagnachmittag deutlich. Groß war das Bedürfnis, dem Pfarrerpaar persönlich zu danken. "Wir alle hätten Sie gern länger gehabt", fasste Martin Herche, Generalsuperintendent des Sprengels Görlitz, beim anschließenden Empfang die Gedanken in Worte. Sehr viel hätten die zwei Pfarrer für und mit ihren Gemeinden erreicht, "und dazu gratuliere ich Ihnen, denn das war im Gottesdienst deutlich zu spüren", hob hervor.

Ganz besonders dankbar seien die Christen in den Pfarrgemeinden für die geleistete Seelsorge, nannte Margitta Müller vom Sprengel Terpt einen wesentlichen Aspekt. "Es ist wichtig, zu wissen, was die Gemeindeglieder bewegt. Kirche nützt nichts, wenn sie nicht bei den Menschen ist", sagte sie. Nun hoffen die Gemeinden, das weiterführen zu können, was das Pfarrerpaar aufgebaut hat. Mit ihrer Arbeit seien Strauchs nicht nur für die christlichen Gemeinden, sondern weit darüber hinaus eine Bereicherung für die Region gewesen, erklärte LDS-Landrat Stephan Loge (SPD). "Sie haben eine gute Teamarbeit in der Region geleistet und auch persönlich viel Menschliches mitgegeben."

Kerstin und Volker Strauch seien jederzeit glaubwürdig, weil jeder spüre, dass sie hinter dem stehen, was sie sagen und tun. "Sie verknüpfen die Botschaft Gottes mit Lebensfreude und Zuversicht und haben für alle ein offenes Ohr", charakterisierte Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) das Wirken der zwei Geistlichen. Die gute Zusammenarbeit habe von der Kirchen- auf die kommunale Gemeinde ausgestrahlt und Luckaus Außenwirkung befördert. Beispiele seien die Prozession der restaurierten Bronzeglocke vom Luckauer Markt zur Nikolaikirche unddie jährlichen Lutherszenen am Reformationstag.

Auch in der Flüchtlingsfrage habe sich das Pfarrerpaar klar positioniert und aktiv eingebracht, Flüchtlinge seien in Luckau getauft worden und gehörten heute zur Kirchengemeinde. Die seelsorgerische Arbeit in den evangelischen Einrichtungen der Stadt zähle gleichfalls dazu. Dafür dankte auch Mathias Blume vom Evangelischen Diakonissenhaus Berlin, Teltow, Lehnin, Träger des Evangelischen Krankenhauses, der Kita Gottessegen sowie der Wohnstätte für benachteiligte Menschen, Haus Mamre.

Aus den Partnergemeinden Koblenz (Luckau) und Engers bei Neuwied (Zieckau) waren Vertreter angereist, um persönlich zu danken. "Die Chemie stimmte sofort", sagte Hartmut Ohlendorf aus Engers. "Wir haben es geschafft, die Luckauer Parnerschaft zu erhalten und die Begegnungen von der Erwachsenenebene auf die Konfirmandenebene erweitert. Danke für diese gelebte Partnerschaft", sagte der Koblenzer Verbandspfarrer Martin Pietsch.

"Eine Gemeinde kann mit Engagement sehr viel bewegen. Ein Pfarrer kann ohne Gemeinde nichts bewegen", machte Volker Strauch deutlich, dass Seelsorger Impulse setzen können, es aber immer die Gemeinschaft der Christen ist, die Dinge bewegt. Für das Pfarrerpaar sei die Zeit in Luckau eine sehr gute und wertvolle gewesen, "und wir haben viele Menschen kennengelernt, die uns ans Herz gewachsen sind."

Das werden sie mitnehmen, an ihre neue Wirkungsstätte in Pirmasens.