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| 17:50 Uhr

Abschluss der Wintersaison
Silberjubiläum beim Spinnteball

Heinz Kascher engagiert sich nicht nur als Musiker auf dem Höllberghof. Marianne Balzer überreicht ihm ein Porträt, das ihn als „Brautkuscher“  zeigt.
Heinz Kascher engagiert sich nicht nur als Musiker auf dem Höllberghof. Marianne Balzer überreicht ihm ein Porträt, das ihn als „Brautkuscher“ zeigt. FOTO: Birgit Keilbach
Langengrassau. Seit 25 Jahren engagiert sich Heinz Kascher auf dem Höllberghof.

Trotz Schneetreibens dringen am Freitagabend aus dem Kossätenhaus auf dem Höllberghof Lachen, Musik und Gesang. Hier wird zum Abschluss der Wintersaison der Spinnte- und Federnball gefeiert.

Heinz Kascher aus Wüstermarke greift zum Akkordeon. „Wenn alle Brünnlein fließen…“ stimmt er an, und die in gemütlicher Runde versammelten Frauen singen mit. Auf der langen Tafel vor ihnen stehen leckere Speisen. Jede von ihnen hat mit Selbstgemachtem dazu beigetragen. Für den besonderen Abend haben sie sich schick gemacht, tragen Hüte, Kleider und Kostüme.

Grit Linke hat ihre regionale Tracht angezogen, Sieglinde Hering und Christa Rietschel sind in Küken-Kostüme geschlüpft.

Seit 25 Jahren wird diese Tradition im Freilichtmuseum gepflegt und Heinz Kascher ist von Anfang an dabei. Der 70-jährige Wüstermarker hat zwei große Leidenschaften, die Musik und die Pferde. Mit diesen hat er in den zweieinhalb Jahrzehnten viele Veranstaltungen auf dem Höllberghof bereichert. „Dafür wollen wir ihm als Förderverein des Naturparks Niederlausitzer Landrücken heute ganz herzlich danken“, sagt Marianne Balzer. Er komme nicht nur regelmäßig mit dem Akkordeon zur Spinnte. „Auf Kutschfahrten hat er vielen Besuchern die schöne Landschaft gezeigt, und in den Ferienspielen waren diese Kutschentouren auch für die Kinder immer ein Erlebnis“, erzählt die langjährige ehemalige Projektleiterin.

Als stilvoller Brautkutscher mit Frack und Zylinder bot Heinz Kascher Brautpaaren, die auf dem Höllberghof heirateten, eine besondere Attraktion. Ein Foto wird ihn künftig daran erinnern, denn mit der Kutsche darf er jetzt nicht mehr fahren. Musizieren wird er aber weiterhin. „Mir machen die Volkslieder schon immer Freude und ich freue mich, wenn alle mitsingen“, sagt der Wüstermarker.

Ihm sei der Höllberghof ans Herz gewachsen, besonders die Tiere. „Sie wurden hier naturgerecht gehalten und sie habe ich mir immer angeschaut. Die ganze Anlage hier ist sehenswert und der Hof so gestaltet, wie ich es selbst von früher kenne“, sagt Heinz Kascher.