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| 01:04 Uhr

Dahmes Handballern fehlt die Konstanz

Dahme.. Die Handballer des TSV Empor Dahme überwinterten auf dem vierten Tabellenplatz in der Landesliga Süd-Ost. Und doch ist Uwe Leh mann nicht zufrieden mit seinem ersten Männerteam. Der Trainer sieht Reserven und fordert mehr Konstanz. Am 15. Januar muss Dahme beim Rückrundenstart in Wildau antreten, eine Woche später geht es nach Lübben, am 30. Januar kommt Trebbin zum Heimspiel in die Dahmer SportWelt. Die RUNDSCHAU sprach zuvor mit Uwe Lehmann. Foto: A. Staindl



Der vierte Tabellenplatz ist doch nicht schlecht. Besser stand Empor am Ende einer Saison noch nie da, war vor zwei Jahren Vierter der Landesliga. Warum die Kritik„
Die Platzierung zur Halbzeit ist okay. Aber mit der spielerischen Leistung bin ich nicht zufrieden. Wir haben große Reserven quer durch die Bank. Einige Spieler schöpfen ihr Potential nicht aus.
Es fehlt einfach die Konstanz. Gegen das Spitzenteam aus Lübben machen wir ein richtig gutes Nachholspiel, gegen das damalige Schlusslicht Grünheide verlieren wir zu Hause. Das war unnötig. Nach der Vorbereitung hatte ich mehr erwartet.

Was sind die Ursachen“
Durch Beruf, Studium und Ausbildung stehen uns im Training nie alle Spieler zur Verfügung. Bestimmte Abläufe lassen sich so einfach nicht trainieren.
Negativ wirkt sich auch das Temperament vor allem der jungen Spieler aus. Die lassen sich zu leicht provozieren und schaden damit unserer Mannschaft.
Wir sind das Team mit den meisten roten Karten - und das mit Abstand. Besonders unfair spielt Empor aber nicht, eher wenig clever. Zudem haben wir wie in jedem Jahr einige Ausfälle durch Verletzungen zu beklagen, etwa Norman Thinius.

Sie setzen seit Jahren auf eigenen Nachwuchs und Spieler der Region. Wird dieser Weg fortgesetzt„
Ganz klar ja. Wir haben eine der jüngsten Mannschaften in der Landesliga. Regelmäßig stoßen Spieler zum ersten Männerteam, die aus unserer eigenen Jugend kommen. Das sollte auch die Jugendlichen motivieren, die derzeit im Wettspielbetrieb stehen. Frank Albrecht und Steven Burghardt haben bei Empor wieder ein Nachwuchsteam aufgebaut, das in Turnierform spielt.

Die Heimspiele von Empor sind oft eine Bank, die Ballsporthalle steht dann kopf. Hält das Zuschauerinteresse an“
Das kann man sagen. Mit der Unterstützung durch unsere Fans und die Sponsoren bin ich sehr zufrieden. Doch es gab in der Hinrunde auch ein negatives Erlebnis. Nach einem Vorfall mit einem Besucher, bei dem auch noch Alkohol im Spiel war, wurden wir mit einer Geldstrafe von 300 Euro belegt. Das hat uns sehr weh getan. Als Konsequenz ist Alkohol in der Halle absolut tabu.

Was ist noch drin in dieser Saison?
Ich hoffe, dass wir nicht wieder so schlecht starten wie in der Hinrunde. Platz drei bleibt unser Ziel und ist auch möglich.

Mit Uwe Lehmann sprach Andreas Staindl