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| 02:49 Uhr

Dahmer Wehr bekommt neues Haus

So soll sich das künftige Feuerwehrgebäude in die Baulücke der Luckenwalder Straße 33 einfügen. Für die konkrete Planung entschied der Amtsausschuss mehrheitlich, dass es in der Mitte noch einen Turm erhalten soll.
So soll sich das künftige Feuerwehrgebäude in die Baulücke der Luckenwalder Straße 33 einfügen. Für die konkrete Planung entschied der Amtsausschuss mehrheitlich, dass es in der Mitte noch einen Turm erhalten soll. FOTO: Ingenieurbüro Krüger
Dahme. Die Freiwillige Feuerwehr Dahme platzt aus allen Nähten. Zu beengt und längst nicht mehr zeitgemäß sind die Verhältnisse am Standort des früheren Klosters. Zudem sind die Anforderungen an eine Stützpunktfeuerwehr zu erfüllen. Mit einem neuen Gebäude soll dem Rechnung getragen werden. Der Amtsausschuss hat jetzt den Startschuss für die Planung gegeben. Birgit Keilbach / bkh1

Entstehen soll das neue Domizil der Feuerwehr auf dem Gelände der ehemaligen Molkerei in der Luckenwalder Straße/Ecke Lange Gasse. Zwei weitere Optionen, der Umbau eines leerstehenden Einkaufsmarktes in der Schellstraße sowie die Umnutzung einer Lager- und Verkaufshalle im Gewerbegebiet wurden aus Kostengründen verworfen, wie Bauamtsleiterin Christina Denkel informierte.

Drei verschiedene Vorentwürfe für den Neubau stellte sie dem Amtsausschuss vor. Mit rund 1,4 Millionen Euro und einem Turm wäre die erste Variante zwar von den Kosten her am günstigsten, ginge aber mit dem Verzicht auf einige Räume einher, erläuterte die Bauamtsleiterin. Rund 1,6 Millionen Euro müssten in die Varianten zwei oder drei investiert werden. 1000 Quadratmeter Nutzfläche stünden darin jeweils zur Verfügung, ausreichend für die fünf Fahrzeuge inklusive Waschplatz, Umkleide- und Sanitärräume, Versammlungsraum sowie je einen Raum für den Wehrführer und die Kinder- und Jugendfeuerwehr. "Sie unterscheiden sich nur in der Ausführung des Daches. Variante drei hat ein Flachdach, die zwei hat ein Walmdach", legte sie dar. Mit Letzterem füge sich der Neubau auch städtebaulich passend in die vorhandene Bebauung ein, plädierte sie für den Entwurf Nummer zwei.

Dahmetals ehrenamtlicher Bürgermeister Manfred Hartfelder (CDU) hinterfragte zunächst die Notwendigkeit des Neubaus. Aus der Risiko- und Gefahrenanalyse der Feuerwehr habe sich ergeben, dass der Standort am Kloster für die Wehr problematisch ist, gab die Bauamtsleiterin Auskunft. Festgeschrieben sei dies im Gefahrenabwehrbedarfsplan vom August vergangenen Jahres. "Mit Beginn des Hauptstraßenausbaus können wir damit rechnen, dass sich die Ausrückzeiten verlängern", nannte Dahmes Ortsvorsteher Manfred Radan (SPD) einen Fakt. Zudem seien die Betriebskosten in dem alten Gebäude immens hoch, denn die Einsatzkleidung hänge derzeit in der Fahrzeughalle, die deshalb beheizt werden müsse, ergänzte Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos). "Wenn wir das neue Haus mit Strom aus dem Blockheizkraftwerk an der Grundschule versorgen, sinken die Stromkosten um die Hälfte", beleuchtete er den energetischen Aspekt. Ob das neue Haus auch von dort aus beheizt werden kann oder eine separate Lösung kostengünstiger sei, werde noch untersucht, ergänzte der Amtsdirektor auf Nachfrage von Jörg-Martin Bächmann (Die Linke).

Amtsbrandmeister Christian Müller verwies darauf, dass ein neues Gebäude auch ein Signal für künftige Einsatzkräfte sei. "Eine bessere Werbung als ein Feuerwehrgebäude nahe der Grundschule kann man nicht haben", unterstrich dies Ortswehrführer Karsten Schmidt.

Die Schüler könnten aus ihrem Klassenzimmer direkt darauf schauen und die Arbeitsgemeinschaft im Gerätehaus stattfinden. "Die Nachwuchsarbeit ist schließlich der Grundstein für das Weiterbestehen der Feuerwehr in Dahme", betonte der Ortswehrführer.