Eilmeldung

Eishockey : Füchse mit Blitztoren zum Sieg

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:51 Uhr

Dahme
Dahmer sollen mitreden

Am Bauzaun vor dem künftigen Spielplatzgelände erläuterten Paul Fuhrmann von der DSK und Landschaftsarchitekt Franz Beusch (von rechts) die Details der Entwurfsplanung.
Am Bauzaun vor dem künftigen Spielplatzgelände erläuterten Paul Fuhrmann von der DSK und Landschaftsarchitekt Franz Beusch (von rechts) die Details der Entwurfsplanung. FOTO: Birgit Keilbach
Dahme . Neugestaltung von Tierpark und Spielplatz standen beim Tag der Städtebauförderung im Fokus.

Hinter dem Bauzaun auf der Nordwestseite des Dahmer Schlossparks herrscht seit einiger Zeit reges Treiben. Ausgehobene Erde markiert Umrisse künftiger Gestaltung, ein Weg wird erkennbar. Was auf dem Areal genau geplant ist, erfuhren rund 30 Interessierte am Samstag beim Tag der Städtebauförderung in der Schlossruine.

Dahmes Amtsdirektor David Kaluza (parteilos) reflektierte die lange Geschichte des Heimattierparks, der den Einwohnern des Flämingstädtchens sehr am Herzen liegt. Von 1996 bis 2014 engagierten sich die Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) Tierpark für den Erhalt des Kleinods. „Ich denke, wenn es diese IG und das große ehrenamtliche Engagement nicht gegeben hätte, würden wir heute nicht über den Erhalt des Tierparks reden“, sagte der Amtsdirektor. Die Spendenbereitschaft dafür sei ungebrochen. Für die Neugestaltung müssen denkmalpflegerische Aspekte des barocken Schlossparks mit der gewünschten Nutzung unter einen Hut gebracht werden, erläuterte der Landschaftsarchitekt Franz Beusch.

„Ziel ist es, dass sich der Tierpark gestalterisch in den barocken Park einfügt.“ Dazu sollen sich Tiere und Gehege künftig komplett auf die Westseite des Hauptweges konzentrieren und mit dem Spielplatz eine Einheit bilden. Sämtliche Gebäude auf der Ostseite sollen weggenommen werden. Auf der verbleibenden Tierparkfläche ist eine Sanierung von Wirtschaftsgebäude und -hof geplant. Für die Tiere soll es ein großes Stallgebäude geben, von dem zwei Varianten vorgestellt wurden.

Die Entwurfsplanung erfolgt laut Architekt in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Teltow-Fläming. Das bedeute, dass die am Wirtschaftsgebäude parallel zum Hauptweg angebrachten Vogelvolieren beseitigt werden. „Damit wird vom Hauptweg aus die Sicht auf die historische Eingangsgestaltung wieder frei“, erklärte Franz Beusch. Auf dieser Fläche sollen auch die Nasenbären ihr neues Zuhause finden. Das Damwildgehege bleibe bestehen, nur der hohe Maschendrahtzaun werde hinter das historische Geländer zurückgesetzt und damit auch hier die Sichtachse wieder hergestellt.

Vor den Gehegen soll ein asphaltierter Weg verlaufen, der optisch wie eine sandgeschlämmte Schotterdecke wirken soll. Dazu werde der Asphalt eingefärbt und er werde mit einem Metallband abgegrenzt, erläuterte der Architekt weiter. Unmittelbar daran grenzt das Spielplatzgelände an, deutlich größer und abwechslungsreicher gestaltet, als bisher. Klettergerüste, Trampoline, Rutsche, Schaukeln, Tischtennisplatte, die Nestschaukel sowie eine Seilbahn sind Angebote für Kinder verschiedener Altersgruppen. Bänke bieten Gelegenheit zum Verweilen, sowohl für die Eltern als auch für Senioren. Zum Park hin abgegrenzt wird der Spielplatz unter den schattenspendenden Bäumen durch einen sandgeschlämmten Weg.

„Die Neugestaltung des Tierparks ist noch in der Entwurfsplanung, wir stellen sie noch in den Ausschüssen vor und auch die Träger öffentlicher Belange werden in dieser Phase mit einbezogen“, machte Bauamtsleiterin Christina Denkel aufmerksam.

Auch am Samstag waren die Dahmer aufgefordert, ihre Vorschläge einzubringen. Angeregt wurde, an die Einrichtung einer öffentlichen Toilette in der Nähe des Spielplatzes zu denken. Auch die Sicherheit, Öffnungszeiten sowie das Vermeiden von Vandalismus waren Themen. „Auch zum Schutz der Tiere müssen wir uns Gedanken machen“, sagte Christina Denkel. Deshalb sei speziell für den Tierpark zusätzlich ein Fachplaner beauftragt worden.

Der Tierpark sei zwar der größte Ausgabeposten bei den freiwilligen Ausgaben der Stadt. „Doch der Park ist extrem wichtig für Dahme, er strahlt auch weit über die Stadt hinaus. Deshalb bin ich froh, dass wir heute an diesem Punkt sind und über die Neugestaltung diskutieren“, resümierte der Stadtverordnete Matthias Ochs (SPD).

(bkh)