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| 14:32 Uhr

Heiß diskutiert
Weihnachtsbaum aus Metall fällt durchs Förder-Sieb

Wer bekommt die letzten Scheine des Jahres aus dem  Fördertopf für Vereine? Der Ortsbeirat hat entschieden.
Wer bekommt die letzten Scheine des Jahres aus dem Fördertopf für Vereine? Der Ortsbeirat hat entschieden. FOTO: dpa / Jens Wolf
Dahme. Dahmer Ortsbeirat unterstützt Märkte von Pro Dahme und das Weihnachts-Event vom Behindertenverband.

Kurz vor Jahresende hat der Ortsbeirat noch gut 1300 Euro für die Vereinsförderung zu verteilen. Die Decke ist zu kurz, um alle eingereichten Wünsche zu erfüllen. Über die Anträge hat das Gremium in dieser Woche diskutiert.

Zwei Posten von jeweils 750 Euro beantragte der Verein Pro Dahme, der für den Töpfermarkt und für den Weihnachtsmarkt den Hut auf hat. Die eine Hälfte des Geldes ist laut Ortsvorsteher Jürgen Reder (SPD) gedacht, um den Marktveranstaltern bei wiederkehrenden Unkosten beispielsweise für das Rahmenprogramm, Gema-Gebühren oder nötige Straßensperrungen unter die Arme zu greifen.

Im zweiten Posten geht es um einen ganz besonderen Weihnachtsbaum für das Stadtgebiet. Er soll aus Metall gefertigt werden und quasi als „Kugeln“ die rund 30 Dahmer Zunftzeichen tragen, wie sie auch im Rathaussaal zu finden sind. Die Kosten dafür werden dem Ortsvorsteher zufolge auf rund 6000 Euro beziffert. Es läuft eine Spendensammlung des Vereins.

Ortsbeiratsmitglieder sahen das „Doppelpack“ kritisch. „Eine Sache ja, zwei in dieser Größenordnung nein“ schlug Sven Goel (SPD) vor, zumal beides zusammen die verfügbare Gesamtsumme überschreite. Die Idee,  den Verein selbst entscheiden zu lassen, wofür er die 750 Euro einsetzen will, fand keine Mehrheit. „Einen Weihnachtsbaum aus Metall würde ich nicht unterstützen“, stellte Gerhard Nowaczyk (SPD) klar. Pro Dahme erhält demnach eine Finanzspritze für die Märkte, muss aber noch nachreichen, wie sich die Ausgaben im Detail aufschlüsseln.

Insgesamt 280 Euro soll der Dahmer Behindertenverband für seine Weihnachtsveranstaltung Anfang Dezember in der Klosterkirche aus dem Fördertopf bekommen. Hier fiel das Votum des Ortsbeirates einstimmig aus. Enthalten sind die Miete für die Klosterkirche, Aufwändungen für Kulturgruppen sowie für die weihnachtliche Dekoration des Außengeländes. Der Ortsbeirat regte an, über eine Deko vor dem Kloster nachzudenken, die über den Tag hinaus aufgebaut bleiben und Passanten in der Vorweihnachtszeit erfreuen kann.