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Handel
Marktpläne werden konkret

Dahme. Einkaufsareal an der Luckauer Straße in Dahme bekommt mit Bauvorhaben neue Struktur.

Die Handelskette Rewe will in der Flämingstadt eines neuen, größeren Lebensmittelmarkt  an der Luckauer Straße bauen. Er soll den alten Markt aus dem Beginn der 1990er Jahre ersetzen. Die Planungen nehmen jetzt Gestalt an. Werden sie realisiert, bekommt das Einkaufsareal zwischen Freibad, Kita „Zwergenland“ und der Bundestraße 102 eine völlig andere Struktur.

Die Stadtverordneten haben während ihrer vergangenen Sitzung den Vorentwurf eines Bebauungsplanes „Einkaufszentrum Luckauer Straße“ gebilligt. Voraussichtlich im Februar  werden die Pläne öffentlich ausgelegt. Entscheidungsrelevante  Behörden sind dann zur Stellungnahme aufgefordert.

Mit dem neuen Vollsortimenter für Lebensmittel auf 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche will sich die Handelskette nach eigenen Angaben für die Zukunft rüsten. Breitere Gänge, großzügigere Warenpräsentation und niedrigere Regalhöhen sollen das Einkaufen angenehmer machen, insbesondere auch für die älter werdende Bevölkerung. „Wie der Markt einmal aussehen wird, lässt sich heute schon in der Nachbarstadt Golßen anschauen“, sagt Bauamtsleiterin Christina Denkel.

Weiterer Effekt bei der Umstrukturierung des Geländes ist der Abriss des früheren Plus-Marktes, der seit Jahren leer vor sich hindämmert. An dessen Stelle kommt das neue Gebäude und wird zugleich die Fläche des früheren Plus-Parkplatzes umfassen.

Der bisherige Rewe-Markt, so sehen es derzeit die Überlegungen vor, bleibt bestehen, soll aber kleiner werden. Dort sollen sich ergänzende Angebote etablieren können. Als Beispiele werden Drogeriemarkt, Sanitätshaus, Asia-Imbis und ähnliche genannt. Wie Christina Denkel sagt, wird die Filiale der Textilkette „Family“ an gewohntem Platz bleiben, mit weiteren möglichen Nutzern seien die Investoren noch im Gespräch.

Am Standort an der Luckauer Straße würden somit zwei Gebäudekomplexe entstehen, die durch einen großen Parkplatz verbunden sind. Dafür muss die Schellstraße umverlegt werden. Der Planung zufolge führt sie hinter dem neuen Rewe-Markt an der Kita „Zwergenland“ vorbei, wo sie auf die Jägerstraße trifft. Die umverlegte Straße wird öffentlich gewidmet. Die alte Schellstraße bleibt für Fußgänger und Radler wie auch für Pkw im Anliegerverkehr weiter nutzbar, so geht es aus dem Planentwurf hervor.  Auch die Bushaltestelle an der Luckauer Straße bleibt erhalten.

Für die  neue Straße, die auf städtischer Fläche entsteht, ist eine Breite von sechs Metern avisiert, kombiniert mit einem 2,30 Meter breiten Rad- und Gehweg .Jörg-Uwe Lehmann (Freie Wähler) regt mit Blick auf die angrenzende Kita eine verkehrsberuhigte Zone an. Wie Christina Denkel erklärt, sei für die künftige Beschilderung die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Teltow-Fläming zuständig und werde im Zuge des Beteiligungsverfahrens nach öffentlicher Auslegung des Vorentwurfs ihre Stellungnahme abgeben. Die Eltern könnten sich in dem Verfahren ebenfalls mit ihren Hinweisen einbringen, so die Bauamtsleiterin.

Von möglichen Einwänden im Beteiligungsverfahren  wird es abhängen, wie schnell das Vorhaben vorangetrieben wird. „Wenn es gut läuft, könnten die Arbeiten noch 2018 beginnen und 2019 abgeschlossen werden“, schätzt Christina Denkel. Bis der Neubau nutzbar ist, bleibt der alte Markt in Betrieb,  sagt sie.