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| 15:56 Uhr

Alternative
Küchenstudio wird Kunst-Oase

 Auch Michael Müller, der die Kunstpause-Galeristen über die Zusammenarbeit mit der Rosenthaler Kirchengemeinde kennen lernte, kehrt bei Kerstin Heinze und  Doris Biet (v.l.) gern auf einen Gedankenaustausch bei einem Tässchen Kaffee ein.
Auch Michael Müller, der die Kunstpause-Galeristen über die Zusammenarbeit mit der Rosenthaler Kirchengemeinde kennen lernte, kehrt bei Kerstin Heinze und Doris Biet (v.l.) gern auf einen Gedankenaustausch bei einem Tässchen Kaffee ein. FOTO: LR / Carmen Berg
Nach zerplatztem Café-Traum schaffen Dahmer Galeristen neue Begegnungsstätte. Von Carmen Berg

Wo bis vor Kurzem an der Hauptstraße Küchen verkauft wurden, hängen Bilder im Schaufenster. Drinnen lässt es sich an Tischen verweilen und Kunst an den Wänden genießen - momentan Arbeiten des Berliner Fotokünstlers Harald Curth. Das einstige Küchenstudio gehört jetzt zur Galerie Kunstpause, die von der einheimischen Künstlergruppe Kerstin Heinze, Torsten Biet und Hartmut Fischer  ins Leben gerufen wurde. Doch ein Kunst-Café auf den vakanten 200 Quadratmetern, wie es die erste Idee der Galeristen war, wird es so nicht geben. „Der Aufwand wäre zu groß, zu teuer“, sagt Doris Biet. Im Galerieteam ist sie die Organisatorin. Das Haus mit dem Laden gehört ihrer Familie.

„Zunächst haben wir versucht, wieder Gewerbe anzusiedeln, aber nicht irgendwas. Es sollte zur Stadt passen“, sagt sie. Bäckereien aber beispielsweise hätten abgesagt. So sei darüber nachgedacht worden, den Café-Gedanken selbst umzusetzen. „Geplant war, einmal wöchentlich sonnabends Kaffee und Kuchen anzubieten. Weil es gerade an diesem Tag für Einheimische und Touristen kaum Alternativen gibt“, so Doris Biet. Die Voraussetzungen schienen günstig, das Geschäft hat einen Küchenbereich und Sanitäranlagen. „Doch für eine gewerbliche Nutzung hätten wir einen Bauantrag stellen, Planungen von Fachbüros nachweisen, Flächen vermessen lassen müssen“,  das könnten die Macher, die die Galerie ehrenamtlich betreiben, nicht leisten, bedauert sie.

Deshalb soll der Laden jetzt eine Begegnungsstätte werden, in der  die Kunst Menschen zusammenführt. Wie Galerei-Mitbegründerin Kerstin Heinze erklärt, bieten sich ganz neue Möglichekiten für Ausstellungen, Workshops, Lesungen und Musikabende, für die die alten, viel kleineren Galerieräume gleich nebenan zu eng geworden waren. „Mittlerweile kommen viele Besucher von auswärts zu den Veranstaltungen“, erzählt Kerstin Heinze. Alte und neue Räume sind inzwischen durch eine Tür verbunden, die wieder freigelegt wurde.

Vorhaben, um den Flächenzuwachs mit Leben zu füllen,  gibt es reichlich. Als Nächste werden ab dem 13. Juli Mario Hannemann aus Oehna, Sieger des Publikumswettbewerbs „Mein schönstes Bild“ 2018, seine Landschaftsmalerei und ab dem 24. August der polnische Künstler Pjotr Kolano Arbeiten zeigen, die er in Dahme geschaffen hat. Anfang Oktober ist eine Gemeinschaftsausstellung von Kerstin Heinze, Torsten Biet und Hartmut Fischer und im Dezember die dritte Auflage von „Mein schönstes Bild“ geplant, einer Schau, bei der jeder vorstellen kann, was er bisher für sich im Stillen malte, zeichnete, fotografierte.

Noch anmelden können sich Interessierte für einen Sommerworkshop vom 2. bis 4. August, bei dem es um Drucktechnicken geht. „Das ist ein Genre, das sich gut für Neueinsteiger eignet, die mal etwas ausprobieren möchten“, sagt Kerstin Heinze.

Erstmals soll es außerdem in den Sommerferien einen Kunstkurs für Kinder geben. „Der Platz dafür ist ja da, den Termin können Interessierte den Aushängen in der Galerie sowie der Internetseite entnehmen“, kündigt Doris Biet an.

Ob nach Events oder zu den regulären Öffnungszeiten sei jeder eingeladen, sich in der Begegnungsstätte zu entspannen, sich auszutauschen und Freunde zu treffen, sagt Doris Biet. Außer wie bisher mittwochs von 9.30 bis 11.30 Uhr wollen die Galeristen im Sommer sonnabends von 10 bis 18 Uhr ihre Pforten offen halten. Ein Käffchen zur Kunst gegen eine kleine Spende sei dann  für die Einkehrer auch drin, so Doris Biet.

 Auch Michael Müller, der die Kunstpause-Galeristen über die Zusammenarbeit mit der Rosenthaler Kirchengemeinde kennen lernte, kehrt bei Kerstin Heinze und  Doris Biet (v.l.) gern auf einen Gedankenaustausch bei einem Tässchen Kaffee ein.
Auch Michael Müller, der die Kunstpause-Galeristen über die Zusammenarbeit mit der Rosenthaler Kirchengemeinde kennen lernte, kehrt bei Kerstin Heinze und Doris Biet (v.l.) gern auf einen Gedankenaustausch bei einem Tässchen Kaffee ein. FOTO: LR / Carmen Berg