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Dahmer Kulturverein bekommt neuen Chef

Volker Ochs (r.) gibt zum Jahresende den Vorsitz des Dahmer Kulturvereins auf. Nachfolger wird Tilo Wolf.
Volker Ochs (r.) gibt zum Jahresende den Vorsitz des Dahmer Kulturvereins auf. Nachfolger wird Tilo Wolf. FOTO: Carmen Berg
Dahme.. Mit dem Jahreswechsel wird es beim Dahmer Kulturverein einen neuen Vorsitzenden geben. Volker Ochs, der im Januar 78 Jahre alt wird, gibt das Amt aus gesundheitlichen Gründen auf. Carmen Berg

„Ich brauche mehr Zeit für mich“ , sagt der Kirchenmusiker im Ruhestand, der dem Verein seit seiner Gründung vor 15 Jahren vorgestanden hatte. Über die Nachfolge hat satzungsgemäß der Vorstand befunden und Dahmes Museumsleiter Tilo Wolf (36) gewählt. Auch er gehört dem Verein seit dessen Gründung an.

Mitglieder werden gefragt
„Anfang des neuen Jahres wird traditionell die Jahreshauptversammlung stattfinden. Mir ist wichtig, dabei von den Mitgliedern zu erfahren, ob sie die Entscheidung des Vorstandes mittragen“ , sagt Tilo Wolf. Um weiter erfolgreich zu arbeiten, sei eine breite Unterstützung nötig, erklärt er.
Volker Ochs wird dem Kulturverein treu bleiben und sich im Jahr 2007 wie bisher um die Kammerkonzertreihe im Schütz-Saal kümmern. Insgesamt 14 Konzerte stünden für das nächste Jahr bereits im Dahmer Kalender, berichtet er. Das Niveau der Veranstaltungen im Schütz-Saal werde von Künstlern geschätzt, so Ochs. „Es gibt zahlreiche Angebote, sodass einige Künstler bereits auf das Jahr 2008 vertröstet werden müssen.“
Nicht fortgeführt werden sollen hingegen die Open-Air-Serenaden im Klosterhof, bekräftigen scheidender und neuer Vereinschef übereinstimmend. „Zwar hat es Highlights mit bis zu 500 Besuchern gegeben wie beispielsweise das Konzert mit Liedermacher Gerhard Schöne“ , erzählt Tilo Wolf. Jedoch sei die Organisation der Serenaden sehr aufwändig für die ehrenamtlichen Kräfte des Vereins. Eine Bühne sowie Stühle für die Zuschauer müssten aufgebaut werden. Die Kosten für die Serenaden seien hoch und die Zuschauerzahlen rückläufig. „Es gibt Dinge, die überleben sich“ , so sieht es Volker Ochs.
Auch für die Ausstellungen von Künstlern der Region in der Kleinen Galerie, die bislang mit den Serenaden verbunden waren, sehen Volker Ochs und Tilo Wolf kaum eine Perspektive. „Ein Problem ist die Betreuung der Schau an den Wochenenden. Es finden sich dafür zu wenige Freiwillige“ , bedauert der scheidende Vereinschef.
Für Dinge, die nicht aufrecht erhalten werden könnten, müsse nach Alternativen gesucht werden, fügt Tilo Wolf an. Wie sein Amtsvorgänger sieht er als eine wunde Stelle beim Verein den hohen Altersdurchschnitt. „Wir haben zu wenige junge Mitglieder“ , sagt er. Nicht gelungen sei es bislang beispielsweise, an der Dahmer Oberschule Interesse für den Kulturverein zu wecken.

Neue Ideen als Hauptaufgabe
Bei der Jahreshauptversammlung demnächst werde es deshalb auch um neue Ideen gehen, die ein möglichst breites Spektrum von Bürgern ansprechen, nennt Tilo Wolf eine der Hauptaufgaben. „Veranstaltungen unterhaltsamer Natur, Lesungen oder auch Kleinkunst“ schweben ihm dabei vor. Mit einem fertigen Programm wolle er jedoch nicht vor die Mitglieder treten, kündigt der neue Chef an. „Jeder soll seine Vorstellungen einbringen, und ich hoffe darauf, dass viele Mitglieder sich Gedanken machen“ , so Tilo Wolf.