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| 17:22 Uhr

Straßenbau
Dahmer B 102 bekommt Asphalt

Der Ausbau der Dahmer Ortsdurchfahrt geht voran. Am Dienstag wurde zwischen Luckenwalder Straße und Vogelturm die Schwarzdecke ausgebracht.
Der Ausbau der Dahmer Ortsdurchfahrt geht voran. Am Dienstag wurde zwischen Luckenwalder Straße und Vogelturm die Schwarzdecke ausgebracht. FOTO: LR / Carmen Berg
Dahme. Erster Abschnitt geht in den Schluss-Spurt, im zweiten sorgt eine Gasleitung für Stress.

Es ist nicht zu übersehen. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt der B 102 geht voran. Laster bringen das Material heran für die Schwarzdecke, jede Ladung etwa 25 Tonnen, wie Klaus Seide sagt. Er ist Bauüberwacher beim Landesbetrieb für Straßenwesen, der für die Fahrbahn zuständig ist. Für die Seitenbereiche, die ebenfalls von Grund auf erneuert werden, ist die Kommune im Boot. „Alte Hasen“ an der Dahmer B 102 sind die Bauleute von Wolff & Müller aus Dresden. Sie hatten bereits die vorangegangene Ausbauetappe im Zentrum realisiert.

Die aktuellen Arbeiten sind in Teilabschnitte aufgegliedert. Der erste beginnt vor der Einmündung zur Luckenwalder Straße und führt bis an die Baruther Straße heran, von dort geht es dann weiter bis zur Herzberger Straße. Seit im Frühjahr die Bagger anrollten, ist der Abzweig zur Luckenwalder Straße dicht. Auf einen  Termin, wann die Autos ihn wieder passieren können, will sich der Bauüberwacher nicht festlegen. Doch es scheint Land in Sicht.

Die Seitenbereiche der Bundesstraße werden gepflastert, hier an der Einmündung Luckenwalder Straße.
Die Seitenbereiche der Bundesstraße werden gepflastert, hier an der Einmündung Luckenwalder Straße. FOTO: LR / Carmen Berg

Am Dienstag wurde zwischen Luckenwalder Straße und Vogelturm die zweilagige Schwarzdecke-Tragschicht ausgebracht, am Mittwoch soll die Deckschicht folgen. Unterdessen arbeiten Pflasterer am Gehweg im Einmündungsbereich sowie vor dem Lidl-Markt. Auch der Anschluss an die Luckenwalder Straße wird neu gepflastert, kündigt Klaus Seide an.

Ist eine Straßenseite von den Fußgängern wieder nutzbar, kommt der gegenüberliegende Gehweg in die Kur. Wie alles einmal aussehen wird, lässt sich an den fertigen Abschnitten im Zentrum erkennen. Der Asphalt der Fahrbahn ist aufgehellt, die Gehwege mit Bord bekommen in der Mitte ein Laufband aus Platten, das links und rechts von Mosaikpflaster begrenzt ist.

Vor Pflasterern und Aspaltierern waren die Tiefbauer zugange und haben Leitungen fürs Trink-, Schmutz- und Regenwasser in die Erde gebracht. Sie sind hinter den Vogelturm weitergerückt, wo sich für den Bauherrn und die Handwerker eine unerwartete Herausforderung auftat. „Die Gasleitung befand sich nicht dort, wo sie laut Plänen hätte liegen sollen und muss jetzt auf 200 Metern umverlegt werden“, sagt Klaus Seide. Das bedeute Mehrkosten in sechsstelliger Höhe, doch die Ausführung sei gesichert, so der Bauüberwacher. Zeitverzug durch den Mehraufwand wollen die Bauleute durch Umstellungen im technologischen Ablauf an anderen Stellen wettmachen.

Wenn nicht außergewöhnliche Witterungsereignisse einen Strich durch die Rechnung machen, werde der 20. Dezember als Fertigstellungstermin des Gesamtvorhabens zu schaffen sein, sagt er.

Die Archäologen vom Cottbuser Fachunternehmen Archäologische Baubegleitende Untersuchungen (ABBU) haben bis zum Abschluss ein Auge auf den Tiefbau, blicken aber schon jetzt auf eine interessante Zeit in Dahme zurück. Neben einem massiven mittelalterlichen Bohlenweg, der von der einstigen Bedeutung der Stadt als Handelsplatz kündet, stießen sie auf ein mehrfaches, teils mächtiges Grabensystem in teils nur wenigen Metern Abstand sowie auf Fragmente von Brücken, darunter zwei Zugbrücken. Spannend könnte es noch einmal werden, wenn im September der Kreuzungsbereich der Baruther Straße geöffnet wird, sagt Grabungsleiterin Anke Herrmann.