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| 18:11 Uhr

Neuanfang in den Startlöchern
Startschuss für Kulturverein 2.0

 Kulturinteressierte haben sich am Donnerstagabend zusammengesetzt, um Klarheit über die Zukunft Verein zu schaffen. 
Kulturinteressierte haben sich am Donnerstagabend zusammengesetzt, um Klarheit über die Zukunft Verein zu schaffen.  FOTO: LR / Anja Brautschek
Dahmenser wollen einen Neuanfang für den Kulturverein und sich besser vernetzen. Der erste Schritt ist getan. Nun soll die Zielstellung festgelegt und der Vorstand neu gewählt werden. Von Anja Brautschek

Kulturfreunde und Vereinsmitglieder waren sich am Donnerstagabend beim Vereinsstammtisch einig: Es soll einen Neuanfang für den Kulturverein in Dahme geben. Doch dafür müssen Strukturen angepasst und neue Leitlinien festgelegt werden. Denn was dem Verein bislang fehlt, sind junge, engagierte Kulturfreunde, die in Dahme wieder etwas bewegen wollen.

„Ich sehe für den Kulturverein noch eine Chance – wenn er sich öffnet“, sagt Marco Dastig. Um mehr junge Leute mitzuziehen, müssen diese auch gezielt angesprochen werden. Eingesessene Vereinsmitglieder sollten dann aber auch offen sein für neue Ideen, Anregungen oder Veranstaltungen. Insgesamt, sind sich die Anwesenden einig, könnten die Vereine enger zusammenrücken. „Nur gemeinsam wird es etwas. Der eine muss dem anderen helfen und umgekehrt“, sagt Reinhold Born.

Der Kulturverein, so die überwiegende Meinung beim Vereinsstammtisch, könnte dabei als eine Art Dachverein agieren. Viele der Kulturfreunde – etwa 25 waren es am Donnerstagabend – sehen die Chance darin, dass die Vereine in einem Netzwerk zusammenhalten. Die Mitglieder des Kulturvereins könnten koordinieren, Termine untereinander abstimmen oder Unterstützung organisieren. Auch das kulturelle Leben der Stadt soll weiter bereichert werden. Lange Traditionen wie der Töpfer- oder Weihnachtsmarkt sollten erhalten bleiben, wünscht sich Ursel Ochs, langjährige Verwaltungsmitarbeiterin für Tourismus und Kultur. „Als Verein haben wir auch die Möglichkeit, Mittel dafür zu beantragen. Ich würde mich um die Anträge kümmern“, sagt sie.

Aber auch für kleinere Events und neue Veranstaltungsformen wollen sie offen sein. „Wir müssen kleinen Schritte machen und langsam wieder zusammenwachsen“, sagt Angelika Krüger, die sich lange für die Interessengemeinschaft Schwimmbad engagiert hat.

Aktuell zählt der Verein 35 Mitglieder, viele davon stehen aber nur noch auf dem Papier. Aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen haben sie sich meist zurück gezogen. Nachfolger gibt es kaum. Über die Jahre ist das aktive Vereinsleben dadurch so gut wie zum Erliegen gekommen. Sowohl Mitgliederversammlungen als auch Vorstandwahlen habe es seit einigen Jahren nicht mehr gegeben. Das soll sich nun ändern. Bereits im kommenden Monat, am 21. März, wird es eine öffentliche Mitgliederversammlung geben. Das haben die Kulturfreunde beschlossen. Öffentlich deshalb, damit auch Nicht-Mitglieder dabei sein können.

Ab 19 Uhr sollen im Heimatmuseum dann die wesentlichen Eckpfeiler des Neuanfangs abgesteckt werden. Welche konkreten Ziele werden verfolgt? Soll der Kulturverein vielleicht einen neuen Namen bekommen, der besser zum modernen Konzept passt? Was sind die Aufgaben? Auch der Vorstand soll in diesem Zusammenhang ordnungsgemäß neu gewählt werden. „Wer sich bis dahin als Vereinsmitglied einträgt, kann natürlich auch mit bestimmen“, erklärt Museumsleiter Tilo Wolf, der bislang Vereinsvorsitzender ist.

Bis dahin wollen sich interessierte Vereinsmitglieder, Kulturfreunde und Unterstützer noch einmal genauere Gedanken machen zu den künftigen Zielen und Aufgaben des Vereins. Die Ideen können bis Ende Februar bei Tilo Wolf im Heimatmuseum abgegeben werden.