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| 21:24 Uhr

Weihnachtsmarkt
Dahme wird zur Märchenwelt

In eine Märchenwelt entführen die Dahmer Zempermiezen kleine und große Weihnachtsmarktbesucher auf dem Museumshof.
In eine Märchenwelt entführen die Dahmer Zempermiezen kleine und große Weihnachtsmarktbesucher auf dem Museumshof. FOTO: Carmen Berg / LR
Dahme. Beim Weihnachtsmarkt: Rumpelstilzchen auf dem Museumshof und Ritter am Rathaus.

„Das ist Weihnachten für mich“, schwärmt Hannelore Plaschnick auf dem mit Tanne geschmückten Museumshof. Märchenfiguren reichen dampfende Kürbissuppe aus der „Hexenküche“, bieten Schmalzstullen und adventliche Dekorationen feil. Die Mädchen Maxi, Mira, Heidi und Nele backen begeistert Stockbrot an den Feuerschalen. „Das ist toll“. In den Kostümen von Rumpelstilzchen und Co. stecken die Dahmer „Zempermiezen“, die auch den Kräutergarten des Museumshofes pflegen. Viel Mühe haben sie in  ihre Märchenwelt gesteckt. „Schön, dass es den Leuten gefällt“, freut sich  Monika Lehmann.

Auf dem Rathaushof kreuzen beim Theater zu Pferde „Ardanwen“ edle Ritter mit Schurken die Klingen. Jana (5) hält sich gebannt die Hand vor den Mund. Sie ist froh, als die Guten die  Prinzessin befreien.

Markt-Büdchen ziehen sich vom Rathaus bis zum Töpfermarkt. Honig, Wein und Klemmkuchen aus der Region gibt es beispielsweise zu kaufen. Zum ersten Mal sind die Luckauer Holzgestalterinnen um Christine Jüngling dabei. „Die Dahmenser haben unserere Arbeiten in Luckau gesehen und uns eingeladen“, erzählt sie.

Beim christlichen Haus „Josua“ dekoriert die siebenjährige Gill ein Lebkuchenherz. Ihre Oma Christine Telzer schlägt sich wacker beim Erraten von Weihnachtsliedern aus Symbolen der Jugendsprache. „Das ist mal eine lustige Idee“, findet sie.

Auf dem Markt singen Kinder der Grundschule einen traditionellen Höhepunkt ein, den Stollenanschnitt des Bürgermeisters. Der Erlös ist gedacht für einen guten Zweck. „Die Dahmenser sind spendabel“, verzeichnet Thomas Willweber (Freie Wähler).

Ursula König macht einen Abstecher ins ehemalige Kaiserliche Postamt, das in der „Schauplätzchen“-Aktion der Arbeitsgemeinschaft „Historische Stadtkerne“ Brandenburgs eigens zum Weihnachtsmarkt geöffnet hat. Die Postfiliale gibt es seit Jahren nicht mehr, doch das historische Ambiente blieb erhalten.  Inmitten von Uniformen, Schildern und anderen Post-Utensilien wandelt das „Graue Männchen“. Günter Kalliske steckt im Kostüm der Sagengestalt aus der Calauer Schweiz. Dahme kennt er vom Mittelaltermarkt und kam gern wieder. Für Ursula König ist die Schau in der Post etwas Besonderes. „Schade, dass so wenige den Weg hierher finden“, bedauert die Seniorin.

Theaterspiel der „Irrlichter“ im Kloster, Chorkonzert in der Kirche  - das Programm ist dicht gefüllt.  Dass der Weihnachtsmarkt sonnabends statt sonntags stattfindet, daran müsse man sich erst gewöhnen, sagt Besucherin Heidrun Struwe. Der Vorteil: „Es ist auch abends was los. Wir kommen zur Feuershow nochmal wieder.“

Anheimelnd haben auch die Geschäftsleute an der Hauptstraße ihre Läden dekoriert. Doch die meisten verzeichnen weniger Zuspruch als in Vorjahren. „Die Events konzentrieren sich auf den Markt. Vor dem Kloster ist diesmal nichts los“, sieht Geschäftsfrau Hannelore Binder dafür einen Grund.

Pferd und Kutsche war gestern. Zum Weihnachtsmarkt nach Dahme kommt der Weihnachtsmann auf dem Motorrad.
Pferd und Kutsche war gestern. Zum Weihnachtsmarkt nach Dahme kommt der Weihnachtsmann auf dem Motorrad. FOTO: Carmen Berg / LR