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Dahme
Dahme liest: Heitere und nachdenkliche Geschichten

In der stimmungsvollen Café-Atmosphäre lauschten die Zuhörer den Vorlesenden, darunter Eugenie Hampel.
In der stimmungsvollen Café-Atmosphäre lauschten die Zuhörer den Vorlesenden, darunter Eugenie Hampel. FOTO: Birgit Keilbach
Dahme. IG Schwimmbad organisierte erneut den beliebten Lesenachmittag im Café Rose.

Voll besetzt waren die Tische im Dahmer Café Rose am Samstagnachmittag. In der stimmungsvollen Atmosphäre des von den Mitgliedern der IG Schwimmbad im Kulturverein Dahme wieder thematisch passend gestalteten Veranstaltungsortes lauschten rund 50 Leselustige und Bücherfreunde den verschiedenen Geschichten.

Gabriele Stolzke hatte eine Kindergartengeschichte mitgebracht und erheiterte mit den Erlebnissen vom „goldbraun gebackenen, knusprigen Eierkuchen“, der im Wald Hase, Maus, Igel, Fuchs und Reh entwischt, aber vor dem Wildschwein zu lange plappert und schließlich zur Hälfte aufgefressen wird. Und weil die Wildschweine noch immer nach der anderen Hälfte suchen, wühlen sie bis heute mit ihren Nasen in der Erde, lautete die heitere Pointe. „Dahme liest ist eine schöne Sache“, sagte die ehemalige Kindergärtnerin, die wiederholt vorlas. „Ich höre gerne zu, aber es macht mir auch Spaß, anderen vorzulesen“, ergänzte sie.

Gerd Paegert aus Freesdorf sorgte mit dem Saxophon nicht nur für den musikalischen Part des Lesenachmittags. Mit Humor und Selbstironie blickte er in sein Reisetagebuch vom Pilgern auf dem Jakobsweg. Die Vorbereitungen, wie zum Beispiel Extrem-Treppensteigen auf dem Kranichturm am Freesdorfer Borchelt, ließen das Publikum ebenso schmunzeln, wie „Jerdchens“ launig erzählte Erlebnisse des Massenpilgerns auf dem Weg. Fazit: „Menschen aus aller Welt suchen alle dasselbe: Liebe und Gemeinschaft“. Im nächsten Jahr soll sein Pilger-Buch erscheinen.

Seine ganz persönlichen Irland-Erlebnisse hat der in Liverpool geborene Pete Mc Carthy in einem Buch niedergeschrieben. Eugenie Hampel las daraus vor und gab interessante Einblicke in das Leben der Iren. Sie wählte dieses Buch aus, weil „es mir nach der Reise in dieses Land viel über die Menschen und ihre Geschichte vermittelt hat“, sagte die Dahmenserin.

„Nächstes Jahr wird es wieder ein ‚Dahme liest‘ geben, dann an einem Sommerabend in einem Garten der Stadt“, machte Benita Bothe von der IG Schwimmbad schon mal neugierig.