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| 14:03 Uhr

Faschingszeit
Stimmungsvoller Fasching in Dahme

Damit der Dahmer Fasching auch ohne Funkengarde ein Karnevalsfeeling erlebt, boten Anneli Lehmann und Anika Müller (v.l.) den Gästen einen karnevalistischen Funkentanz.
Damit der Dahmer Fasching auch ohne Funkengarde ein Karnevalsfeeling erlebt, boten Anneli Lehmann und Anika Müller (v.l.) den Gästen einen karnevalistischen Funkentanz. FOTO: Birgit Keilbach
Dahme. Gäste erleben ein abwechslungsreiches Programm mit Wortwitz und mitreißenden Tanzeinlagen. Von Birgit Keilbach

Einmal im Jahr verwandelt sich die Dahmer Sportwelt in eine Hochburg närrischen Frohsinns. Am Samstagabend haben die zahlreichen Akteure der Interessengemeinschaft Fasching mit ihrem bunt gemixten Programm wieder treffsicher den Nerv des Publikums gekitzelt. Traditionell eröffneten die Dahmer Originale Nachwächter Schmidt und Frau Böhren alias Gerhard Nowaczyk und Monika Petras das unterhaltsame Treiben, zünftig begleitet von den Klängen des Traditionsspielmannszuges des TSV Empor Dahme. Flankiert von den zwei Funken Anneli und Anika stieg Nachtwächter Schmidt in die Bütt und spießte auf, was die Dahmer Gemüter so bewegt. Das ist natürlich die noch immer nicht absehbare Vollendung der schon in einem Teil fertig erneuerten Hauptstraße. Was aus so angefangenen Projekten in Brandenburg werden kann, sei ja nicht weit entfernt ablesbar, zog er das Beispiel BER aus dem Ärmel und hatte die Lacher auf seiner Seite. Doch auch die Ordnung und Sicherheit in der Flämingstadt könnte besser werden, wenn die Bürger Streife gingen, schlug der Nachtwächter vor. Dann ließe sich vielleicht in Erfahrung bringen, „wer sich nächtens in der Schützenhausruine verlustiert“, legte er den Finger auf einen wunden Punkt.

Doch das Feiern lassen sich die Dahmenser davon nicht nehmen. Mit der passenden Schunkelmusik brachte die Moonlight Diskothek das bunt kostümierte Völkchen gleich zu Beginn so richtig in Stimmung. Einen ersten Höhepunkt erlebten die Faschingsgäste mit dem Auftritt des Funkenpärchens Anika Müller und Anneli Lehmann. Sie tanzten früher in der Funkengarde mit, die sich allerdings aufgelöst hat. „Wir tanzen beide gern und weil es sonst gar keine Funken auf dem Fasching geben würde, haben wir selbst einen Tanz einstudiert“, erzählte das Duo.

Damit auch die Spielleute den zünftigen Rahmen am Anfang bilden konnten, reiste mit Familie Kuhnert kurzfristig Unterstützung aus Luckau an. „Nachmittags kam der Anruf, dann gab es eine kurze Familienberatung und wir sind losgefahren“, erzählte Veronika Kuhnert. Schließlich hätten die Dahmenser auch dem Luckauer Spielmannszug vom LCV schon oft geholfen. So ersetzten Frank Kuhnert mit den Becken und Sohn Nico mit der Pauke den krankheitsbedingen Ausfall. Im flotten Wechsel von Tanzrunden und Programmpunkten, launig moderiert von Sven Böhme als Hildtrud und Petra Gommlich als Karl-Heinz, erlebte das Publikum einen vergnüglichen Faschingsabend, bei dem viel mitgesungen und mitgetanzt werden konnte. Mary und Roos alias Marianne Meier und Rosemarie Fritzsch strapazierten mit ihrem Song von der Hefe, die in wohl jeder Frau – aber auch so manchem Mann  steckt, die Lachmuskeln ordentlich. Als bayerische Trachtentänzer kamen die Flämingda(h)men und Herren daher, die Zempermiezen sorgten mit russischer Folklore für Stimmung und das Männerballett animierte mit YMCA zum Mitmachen am Rande der Tanzfläche. Unter ihnen auch Hans-Joachim Schütt. „Wir haben das mal bei einem Geburtstag aufgeführt, so konnte ich alle Bewegungen mitmachen“, erzählte der Hohenseefelder, der Stammgast beim Dahmer Fasching ist. Auch Michaela Lehmann aus Luckau zählt dazu. „Dieses Jahr gefällt er mir sehr gut. Der DJ macht eine tolle Musik, die richtig zum Fasching passt und das Programm ist witzig.“ Zum Abschluss setzten die „Party People on stage“ noch einen ganz besonderen Glanzpunkt. Im völlig dunklen Saal tanzten mit LED-Lichtern ausgestattete Strichmännchen nach flotten Rhythmen. Fünf befreundete Paare aus Dahme, Rietdorf, Gebersdorf und Berlin sorgten mit ihrem ersten Auftritt beim Dahmer Fasching für Furore.

Karina Baier war erstmals beim Dahmer Fasching, „weil ich gehört habe, dass er besonders schön sein soll. Und das ist er auch. Mir gefällt, dass Alt und Jung zusammen feiern und ein Programm gestalten, das die Stimmung den ganzen Abend über aufrecht erhält“, sagte die Niendorferin. Ihre Freundin Mona Droigk brachte es mit einem Satz auf den Punkt: „Ich hab Spaß!“