Auch im Landkreis Teltow-Fläming ist mit aktuellem Stand ein Mensch an den Folgen einer Erkrankung am Coronavirus verstorben. Es handele sich um eine hochbetagte Person mit Vorerkrankungen, informiert die Kreisverwaltung. Mit Stand Dienstag, 7. April 2020, gab es in Teltow-Fläming 75 Infektionen, 105 Verdachtsfälle und 76 Menschen in Quarantäne.

In Dahme-Spreewald liegen die Zahlen deutlich höher. Drei Menschen starben bisher an einer Infektion mit Covid-19. Aktuell werden mit 124 Infizierten zwei mehr als am Montag gezählt. Neu sind jetzt zwei Fälle in der Stadt Luckau (bisher einer).

20 Dahme-Spreewälder von Covid-19 genesen

Es gibt auch gute Nachrichten: 20 Menschen haben sich von der Viruserkrankung erholt. Fünf Betroffene liegen aktuell im Krankenhaus, 114 positiv Getestete sind in häuslicher Isolation.

Gemeinsam ist beiden Landkreisen, dass sie sich mit ihren Krisenstäben weiterhin intensiv um Schutzkleidung bemühen. Dabei wird unterschieden zwischen den teilweise selbstgenähten Mundschutzen, von denen das Klinikum Dahme-Spreewald zu Wochenbeginn 650 aus einem Netzwerk von 70 Näherinnen in Nord-LDS bekam. Diese helfen, können die medizinische Schutzkleidung aber nicht ersetzen. Der Landkreis Teltow-Fläming dankt ebenso wie das Klinikum für derartige Initiativen.

Schutzkleidung in Teltow-Fläming eingetroffen

Darüber hinaus informiert er über eine größere Lieferung des Gesundheitsministeriums an persönlicher Schutzkleidung und Desinfektionsmittel, die der Landkreis an die Krankenhäuser, stationären Pflegeeinrichtungen und den öffentlichen Gesundheitsdienst weiterleitet. Wie es in einer Presseinformation heißt, seien „die Stückzahlen begrenzt, sodass noch nicht alle Einrichtungen mit Material in ausreichender Menge versorgt werden konnten. Es sind jedoch weitere Lieferungen avisiert.“

Demnach haben Teltow-Fläminger Krankenhäuser samt Hebammen, Pflegeeinrichtungen und der öffentliche Gesundheitsdienst in den vergangenen drei Tagen 7000 Mund-Nasen-Schutze erhalten, 1376 FFP-Masken, 3100 Paar Handschuhe, aber nur 50 Liter Hand- und vier Liter Flächendesinfektion.

Bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln habe sich eine Firma eingebracht, dankt der Landkreis Teltow-Fläming und hofft auf weitere Initiativen. Dahme-Spreewald hatte sich in Eigeninitiative um Ethanol aus der Anklamer Zuckerfabrik gekümmert.