Eine traurige Marke ist im Landkreis Dahme-Spreewald erreicht: 106 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verzeichnet der Landkreis am Freitag. Das sind sieben weitere im Vergleich zum Vortag.
Allein in Lübben hat sich die Zahl der Verstorbenen in einer Woche mehr als verdoppelt. Die Stadt verzeichnet aktuelle 15 Todesfälle. Bürgermeister Lars kolan ruft daher erneut auf, die Maßnahmen der Eindämmungsverordnung einzuhalten. „Das, was wir täglich organisieren müssen, um Homeschooling und Homeoffice zu stemmen oder Einnahmeverluste und Kontaktarmut auszugleichen, ist nichts gegen das, was die Pflegekräfte und die Ärzteschaft in den Kliniken, aber auch in den Pflegeeinrichtungen leisten müssen“, sagt er. Aus Solidarität mit ihnen, mit den Patienten und mit allen anderen Menschen, müssten sich alle Mitmenschen weiter dafür engagieren, dass die Situation wieder unter Kontrolle kommt.

Inzidenz liegt im Landkreis Dahme-Spreewald bei 223,7

In Luckau sind elf Personen mit einer Corona-Infektion verstorben, im Amt Unterspreewald sechs, Lieberose/Oberspreewald fünf und jeweils in Heideblick und Märkische Heide vier. Die gemeinde Bestensee ist derzeit die einzige Kommune ohne Todesfälle.
Die Inzidenz liegt im Landkreis bei 223,7. Die Zahl der Neuinfektionen hat sich in den letzten 24 Stunden um 81 erhöht. Derzeit sind insgesamt 579 Personen tatsächlich infiziert. Trotz der Situation hält der Landkreis derzeit weiter daran fest, eine Kindertagesbetreuung zu ermöglichen. Wenn die Inzidenz deutlich über 300 steigt, werden wir neu entscheiden, ob wir die Kindertageseinrichtung schließen“, informiert Landrat Stephan Loge.
Auch im Landkreis Teltow-Fläming sind Kitas gegenwärtig geöffnet. Dort ist das Infektionsgeschehen weiter auf hohem Niveau. 76 Neuinfektionen wurden in den vergangenen 24 Stunden bestätigt. Damit liegt der Inzidenz aktuelle bei 330,01. 83 Personen sind verstorben.
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