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| 16:00 Uhr

Tag der offenen Töpferei
Filigran nuancierte Motive und keramische Bilder

 Maria Herrmann (l.) und Bettina Vetter lassen sich von Töpfermeisterin Claudia Karer (M.) erklären, wie sie Muster auf ihrer Keramik gestaltet.
Maria Herrmann (l.) und Bettina Vetter lassen sich von Töpfermeisterin Claudia Karer (M.) erklären, wie sie Muster auf ihrer Keramik gestaltet. FOTO: Birgit Keilbach
Töpfermeisterin Claudia Karer gab in Prierow Einblick in ihre handwerklich-künstlerische Arbeit. Von Birgit Keilbach

Bundesweit öffneten am Wochenende die Töpfer- und Keramikerwerkstätten ihre Türen für Besucher. Zum 14. Mal fand der „Tag der offenen Töpferei“ statt. Auch bei Töpfermeisterin Claudia Karer im Golßener Ortsteil Prierow herrschte bereits am Samstag ständiges Kommen und Gehen.

Neben vielen Stammkunden schauten sich eine ganze Reihe neuer Besucher in ihrer Werkstatt um. „Wir kennen sie schon länger vom Töpfermarkt in Wittenberg und holen heute unsere bestellten Weinbecher ab“, erzählen Maria und Friedrich Herrmann. Besonders fasziniert ist das Ehepaar davon, „dass alle Gefäße so schön leicht und mit diesem besonderen Craquelè-Dekor gestaltet sind.“ Bettina Vetter ist wie jedes Jahr aus Cottbus nach Prierow gekommen und gespannt, was sie dieses Mal Neues entdecken wird. „Sie probiert vieles aus und fertigt ihre Keramik mit sehr aufwändiger Technik. Und sie kann das alles gut erklären“, sagt die Cottbuserin. Zum Beispiel, wie die keramischen Landschaftsbilder entstehen. „Diese fertige ich mit Aquarell- und Unterglasurmalerei“, erläutert die Töpfermeisterin.

Auf den Arbeitsflächen entdecken die Keramikfreunde weitere neue Dekor-Kreationen. Besonders gefragt sind in diesem Jahr ihre aus Keramik gefertigten Eier als Osterschmuck. Fragmentarisch gearbeitete florale und abstrakte Motive schmücken Tassen, Schalen, Eierbecher und weitere Gefäße. „Das mache ich zurzeit am liebsten. Dafür kommt die Keramik bis zu viermal in den Ofen“, erzählt die leidenschaftlich kreative Töpfermeisterin den Besuchern.

Etliche unter ihnen töpfern in ihrer Freizeit selbst. So wird mit Stammgästen auch gefachsimpelt am Wochenende. „Der Tag der offenen Werkstatt ist eine gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch, auf den Märkten während der Saison ist dafür kaum Zeit“, sagt Claudia Karer. Nach dem Werkstattbesuch werden die Gespräche bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde am Kamin fortgesetzt. „Für mich sind diese immer wieder interessant und anregend“, so die Töpfermeisterin.

 Maria Herrmann (l.) und Bettina Vetter lassen sich von Töpfermeisterin Claudia Karer (M.) erklären, wie sie Muster auf ihrer Keramik gestaltet.
Maria Herrmann (l.) und Bettina Vetter lassen sich von Töpfermeisterin Claudia Karer (M.) erklären, wie sie Muster auf ihrer Keramik gestaltet. FOTO: Birgit Keilbach