| 17:05 Uhr

Schöna-Kolpien
Viel Flair an der Schönaer Kirche

Die Weihnachtsengel Marie Körner und Martha Wagenknecht begrüßten gemeinsam mit Hänsel und Gretel alias Thomas Wagenknecht und Dagmar Kessel am Samstagnachmittag die Besucher des Christkindlmarktes in Schöna-Kolpien.
Die Weihnachtsengel Marie Körner und Martha Wagenknecht begrüßten gemeinsam mit Hänsel und Gretel alias Thomas Wagenknecht und Dagmar Kessel am Samstagnachmittag die Besucher des Christkindlmarktes in Schöna-Kolpien. FOTO: Birgit Keilbach
Schöna-Kolpien . Einwohner gestalten traditionellen Christkindlmarkt. Erlös kommt Dorfprojekten zugute. Von Birgit Keilbach

Zahlreich sind die Besucher am Samstagnachmittag zum traditionellen Christkindlmarkt rund um die   Kirche von Schöna geströmt. Weihnachtliche Bläserklänge begleiteten sie stimmungsvoll beim Bummel über den kleinen familiären Markt. In der Kirche bringen zunächst die Sängerinnen des Frauenchores Körba-Schöna-Kolpien die Zuhörer in Adventsstimmung, danach setzt die Berstetaler Big Band das musikalische Programm fort.

Draußen steht inzwischen der Märchenwagen vor dem Markteingang. Seit einigen Jahren eröffnen die Hauptfiguren des Märchens, das später in der Kirche aufgeführt wird, den Markt gemeinsam mit den Weihnachtsengeln. Als Hänsel und Gretel legen diesmal Thomas Wagenknecht und Dagmar Kessel gemeinsam mit Ortsvorsteher Knut Krause symbolisch den Schalter für die Beleuchtung des großen Weihnachtsbaums auf dem Areal um.

Zum 17. Mal haben die Vereine des Doppeldorfes das traditionelle Markttreiben rund um die Schönaer Kirche organisiert. „Nur durch viele fleißige Hände können wir diesen Höhepunkt am Samstag vor dem ersten Advent jedes Jahr gestalten“, sagt Knut Krause. Seit die Sanierung der Kirche erfolgreich abgeschlossen ist, kommt der Erlös einem Vorhaben im Doppeldorf und damit wiederum allen Einwohnern zu Gute. 2015 sei ein Spielgerät für den Spielplatz angeschafft worden, im vorigen Jahr die Renovierung der Kirche in Kolpien mit dem Geld unterstützt worden.

„Den Erlös vom diesjährigen Christkindlmarkt wollen wir nutzen, um das Außengelände vom Dorfgemeinschaftshaus zu gestalten und am Spielplatz sollen für die Muttis und Vatis noch Sitzgelegenheiten aufgestellt werden“, verkündet der Ortsvorsteher allen Besuchern. Dann beginnen der Märchenwagen mit den Engeln, Hänsel und Gretel sowie die Katze der Hexe die Tour entlang der Stände.

An diesen bieten eine ganze Reihe von Einwohnern Selbstgefertigtes aus Garten, Küche, Näh- und Bastelstube, Holzwerkstatt und anderen Fertigungsstätten an. Wer ein originelles Geschenk sucht, das nirgendwo anders zu haben ist, oder noch etwas weihnachtlich Schmückendes für Haus und Hof benötigt, wird hier fündig.

Beispielsweise bei Bärbel Hoferichter, die mit selbst gestrickten Socken, Mützen, Schals und Handschuhen zum zweiten Mal dabei ist. „Voriges Jahr habe ich mit Annegret Zahn einen gemeinsamen Stand gehabt. Das hat mir richtig Spaß gemacht.“ So hat sie das ganze Jahr über die Stricknadeln nicht mehr aus der Hand gelegt und bietet mit Schwiegertochter Esther auch die Adventsgestecke von Annegret Zahn mit an, die krankheitsbedingt diesmal pausieren muss. Bei Familie Kottke gibt es Leinöl und Fruchtaufstriche aus eigener Produktion und Stolle aus dem Holzbackofen.

Der Sportverein hat wieder seine Tombola aufgebaut. „Die meisten Preise kaufen wir selbst, etwa 20 haben Firmen und Einwohner gesponsert“, sagt Heiko Schüler. Die „jungen Muttis“ haben für den Markt wieder Eierlikör selbst gemacht, Mandeln gebrannt und Äpfel mit Schokolade oder Fruchtglasur überzogen. Frisch gebackene Waffeln sind zur Kaffeezeit gut nachgefragt. Das sind auch die verschiedensten Stollen und Kuchen, gebacken von weiteren Frauen des Doppeldorfes. Routiniert bedient Annette Kuhl die Gäste. „Ich bin schon seit 17 Jahren dabei und es macht immer wieder Spaß. Besonders in der Abendstimmung mit den Lichtern ist es sehr schön.“ Auch die Kinder haben am Samstag vor dem Markttag wieder jede Menge Plätzchen gebacken, die von den Frauen dann in Weihnachtstüten verpackt wurden. Auch die Weihnachtsmannbeutel, die der Rauschebart dann am Abend mit seinen Engeln an die Kinder verteilt, haben sie gefüllt. „Mit Äpfeln, Nüssen und Süßigkeiten, die von den Kindern beim Zampern und Halloween eingesammelt wurden“, zählt Annette Kuhl auf.

Die thematische Ausstellung und das Basteln eines Adventsgestecks in der Gaststätte Krüger gehören zum festen Bestandteil des vorweihnachtlichen Markttreibens. Auch Marie Heider aus Rosenthal hat hier mit ihrer Schwester Elise eins angefertigt. „Wir machen jedes Jahr ein Gesteck und verschenken es auch gerne“, sagt sie. Nebenbei sei es interessant, in der Adventskalender-Ausstellung viele verschiedene Varianten zu entdecken, ergänzt die junge Rosenthalerin. Die Palette reichte von den marktüblichen Kalendern zum Füllen über selbst gefertigte aus Filz, Papier und Pappe bis zum aufwendig gestalteten Schubkasten-Kalender.