Glockengeläut der Dorfkirche gab am Wochenende den Auftakt für eine Klimaandacht im Rosenthaler Gemeindehaus. In Texten und Gebeten rückten Mitglieder der Kirchengemeinde mit den Pfarrern Britta und Carsten Rostalsky das Bewahren der Schöpfung in den Fokus. Dies sei allen Christen von Gott aufgetragen. Jeder sollte sich fragen, was er selbst tun kann, damit die Schönheit des Planeten und das Gleichgewicht der Natur erhalten bleiben.

Jeder kann was tun

Die Aufforderung Gottes in der Schöpfungsgeschichte, sich die Erde untertan zu machen, bedeute keineswegs Unterdrückung, sondern sie vernünftig und liebevoll wertschätzend zu benutzen, wie Britta Rostalsky in einem der Texte ausführte. Jeder könne kleine Schritte gehen. Lieber Fahrrad statt Auto nutzen, bewusst nach Zugverbindungen suchen, weniger Plastik verwenden, nannte sie Beispiele.

Ecosia statt Google

„Jeder sollte sich das immer wieder bewusst machen, denn das Thema betrifft uns alle und wird uns das ganze Leben lang beschäftigen“, sagte der 26-jährige Michael Müller. Eine Andacht eignet sich auch für die 19-jährige Marie Heider gut dafür. „Sie gibt einem Antrieb für das eigene Handeln und dass man als Christ etwas bewirken kann.“ Selbst nutze sie inzwischen die Suchmaschine Ecosia statt Google. „Die Gründer investieren ihre Gewinne in Baumpflanzaktionen und zeigen sehr transparent, wo überall auf der Welt schon Bäume gepflanzt wurden“, ergänzte sie.

In jedem Monat soll laut Pfarrerin Britta Rostalsky künftig eine Klimaandacht in einer Gemeinde im Dahmetal stattfinden.