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| 02:47 Uhr

Cartoonlobby zeigt Lebenswerk eines Ausnahme-Karikaturisten

Mit einer Karikatur von Frank Leuchte wirbt die Cartoonlobby für die neue Ausstellung. Am Sonnabend um 14 Uhr beginnt die Vernissage.
Mit einer Karikatur von Frank Leuchte wirbt die Cartoonlobby für die neue Ausstellung. Am Sonnabend um 14 Uhr beginnt die Vernissage. FOTO: Cartoonlobby
Luckau. Gleich zum Saisonstart werden in Luckau die Werke von des DDR-Zeichners Frank Leuchte ausgestellt. Die Vernissage beginnt am Sonnabend um 14 Uhr.

(red/bt) Zu seinem 25. Todestag will das Cartoonmuseum in Luckau mit einer Ausstellung an einen "Ausnahme-Karikaturisten" der DDR- und Wendezeit erinnern. Im Mittelpunkt der neuen Schau unter dem Titel "Nun noch einmal ohne Faust" ab Sonntag, 5. März, steht das Werk von Frank Leuchte (1942 bis 1992).

Der Satiriker und Karikaturist wurde von vielen seiner Zeichnerkollegen bewundert. Als Mensch und vielseitiger Künstler wurde er geschätzt. Er erlebte die vielen Widersprüche an sich selbst und in seinem begrenzten Heimatland. "Mit Satire befreite er sich davon", erklärt Andreas Nicolai von der Cartoonlobby.

"Mit paradoxen Ansätzen im Kopf, wurde das was ihn umgab, entlarvt mit geistvollen Pointen: kleinbürgerlicher Pathos, wichtigtuerischer Fortschritt, Weltläufigkeit in Grenzen - die Enge wurde zum ironischen Ereignis", so Andreas Nicolai weiter.

Die prägnanten Figuren von Frank Leuchte waren eine satirische Instanz. Als bekennender Journalist etablierte er neben den Karikaturen auch Wort-Bildbeiträge. Über viele Jahre wurden sie im "Magazin" und "Eulenspiegel" abgedruckt. Darüber hinaus schuf er an die 100 Vorspann- und Pausengrafiken für das Fernsehen. Außerdem illustrierte er für Verlage, für Programmhefte der "Distel" und entwarf Plakate. Doch das ist nicht längst alles, was er in seinem Künstlerleben schuf, so Andreas Nicolai weiter.

Im Nachhinein erscheint die Hinterlassenschaft Leuchteschen Humors in ihrer kritischen Identität und sozialen Genauigkeit wie eine absurde Chronik der DDR und der Wendezeit.

Unter dem Titel "Nun noch einmal ohne Faust" zeigt das Cartoonmuseum Brandenburg in Luckau bis zum 30. April einen umfangreichen Querschnitt durch das facettenreiche Lebenswerk von Frank Leuchte.

Die Ausstellung umfasst rund 140 Originalblätter aus der Sammlung der "Stiftung Museen für Humor und Satire" der Brandenburger Cartoonlobby. Darüber hinaus haben die "Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig" und die "Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung, Satiricum Greiz" die Präsentation unterstützt. Sie stellten Leihgaben zur Verfügung.

Die öffentliche Vernissage ist am Sonnabend, 4. März um 14 Uhr in der Nonnengasse 3. der Eintritt dazu ist frei, teilt die Cartoonlobby mit.

Mit dem Saisonstart ist wieder Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet zwei und ermäßigt einen Euro. Für Kinder bis zwölf Jahre ist er frei.