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| 15:43 Uhr

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Cantemus empfängt Vocantare

Der Luckauer Kammerchor Cantemus (Foto)  tritt Ende nächster Woche gemeinsam mit Vocantare in der Kulturkirche auf.
Der Luckauer Kammerchor Cantemus (Foto) tritt Ende nächster Woche gemeinsam mit Vocantare in der Kulturkirche auf. FOTO: Cantemus/Ziemer / cantemus
Luckau. Zwei Kammerchöre treten am 28. April in der Kulturkirche Luckau auf. Der Vorverkauf der Eintrittskarten hat begonnen.

Der Luckauer Kammerchor Cantemus hat sich nicht nur als ein auf hohem Niveau musizierender Klangkörper einen Namen gemacht, sondern auch als Gastgeber für Chöre mit ähnlichen Ansprüchen. Nach dem Jungen Männerchor Wernigerode 2015 und dem Chor der Ehemaligen Reichardts der Uni Halle/Saale 2017 kommt am 28. April der Berliner Chor Vocantare nach Luckau.

Was die beiden Chöre neben ihrer Leidenschaft für das gemeinsame Singen und ihrem Anspruch an semiprofessionelle Vokalmusik verbindet, ist jeweils ein Sieg beim Spremberger Chorwettstreit. „Vocantare gewann den Pokal 2014 noch unter dem Namen Hellersdorfer Jugendchor. Zwei Jahre später kamen die jungen Sänger mit ihrem neuen Chorleiter Nils Jensen zurück nach Spremberg, um den Wanderpokal an ihre Nachfolger zu übergeben – an den Luckauer Kammerchor Cantemus“, erklärt Dörte Ziemer, Sprecherin des Luckauer Chores.

Cantemus gewann 2016 den Spremberger Wettbewerb in den Kategorien Männer-, Frauen- und gemischte Chöre. Für die Luckauer war die Teilnahme mit dem Experiment, in drei Kategorien anzutreten, eine Art Bestandsaufnahme nach vielen Jahren gemeinsamen Chorgesangs unter der Leitung von Peter Lippold. Für die Berliner war er der Einstieg in ein neues Chorleben nach dem Tod des Chorgründers und langjährigen Leiters Klaus Kühling 2013. Seit Mai 2016 singt das Ensemble schließlich unter neuem Namen: Vocantare.

Vocantare hat sich seitdem mit interessanten Konzertprojekten in der Berliner Chorlandschaft einen Namen gemacht, darunter das Konzertprogramm „Frozen River“: Es stellte eine besondere Begegnung zwischen Johann Sebastian Bach und der nordischen Moderne dar. Das Programm „Lux“ thematisierte verschiedene Aspekte von Licht, mit Johannes Brahms’ Motette „Warum ist das Licht gegeben“ im Mittelpunkt. Auftritte im Konzerthaus Berlin und in der Berliner Philharmonie gehören ebenso zum Programm des Chores wie Konzerte in kleineren Kirchen in und um Berlin. 2017 erreichte Vocantare zudem eine Silbermedaille beim internationalen Chorwettbewerb im Grand Prix of Nations.

In Luckau erklingen in einem gemeinsamen Konzert beider Ensembles geistliche und weltliche Werke aus verschiedenen Jahrhunderten. Vocantare legt einen Schwerpunkt auf die Romantik und bringt u.a. die achtstimmige Motette „Richte mich, Gott“ sowie das vierstimmige „Herr, nun lässest du“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy zu Gehör. Außerdem stellt das Ensemble Teile aus der „Cantus Missae“ des Spätromantikers Joseph Gabriel Rheinberger vor. Rheinbergers „Abendlied“ singen beide Chöre gemeinsam.

Cantemus bleibt musikalisch zumeist im 20. Jahrhundert – unter anderm mit Rolf Lukowskys „Salve Regina“ aus den Drei geistlichen Gesängen, dem Spiritual „Witness“ und dem lautmalerisch und scherzhaft von Joachim-Dietrich Link vertonten Volkslied „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“. Einen Ausflug zu den moderneren nordischen Komponisten macht Cantemus mit Stücken von Sven David Sandström und Ola Gjeilo.

Das Konzert beginnt am 28. April um 15 Uhr in der Kulturkirche. Karten zum Preis von acht Euro können bei Steffen Hahn, Telefon 03544/556818, bestellt oder an der Abendkasse erworben werden.