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Ursprünglicher Charakter soll erhalten bleiben
Cahnsdorfer Park wird wieder schick

Achim Bretschneider und Mario Kloas (v.l.) freuen sich über die aufgefrischte Lindenallee und die sanierte Brücke. In diesem Jahr soll der Weg vom Dorfeingang zum Kindergarten repariert werden.
Achim Bretschneider und Mario Kloas (v.l.) freuen sich über die aufgefrischte Lindenallee und die sanierte Brücke. In diesem Jahr soll der Weg vom Dorfeingang zum Kindergarten repariert werden. FOTO: Birgit Keilbach
Cahnsdorf . Mit Allee, Brücke und Teich sind erste Abschnitte des Entwicklungskonzeptes realisiert. Weitere sollen folgen.

Die Cahnsdorfer haben einen besonderen Schatz. Eine grüne Oase am Rande ihres Dorfes. Doch der um 1850 von den damaligen Lehnsgut-Besitzern angelegte Park ist in die Jahre gekommen. Vor drei Jahren beschloss der Ortsbeirat deshalb eine Gestaltungs- und Entwicklungskonzeption, um dem Areal schrittweise seinen ursprünglichen Charakter wiederzugeben. Insgesamt zehn Einzelschritte, die sich über mehrere Jahre erstrecken, wurden darin festgeschrieben.

Die ersten Vorhaben sind inzwischen realisiert. Ein fünfköpfiges Parkaktiv organisiert die Parkgestaltung und Pflege. Ortsvorsteher Mario Kloas und sein Stellvertreter Achim Bretschneider leiten es. „Gemeinsam haben wir Vieles geschafft, an den Arbeitseinsätzen beteiligten sich anfangs viele Einwohner, das hat etwas nachgelassen“, schätzt das Duo ein. Jüngste Aktion war das Aufräumen nach Sturm Xavier, dem eine alte Eiche im Park nicht mehr standhielt. Unterstützung erhielten die Cahnsdorfer auch vom Bauhof der Stadt Luckau, der das angefallene Astwerk schredderte. Das Material soll an verschiedenen Stellen im Park verteilt werden.

Viele junge Bäume stehen jetzt auf dem Gelände. „Die Lindenallee ist wieder hergestellt und auf der Wiese stehen einige schöne Solitärbäume“, sagt Achim Bretschneider, der federführend am Konzept für die Parkgestaltung mitwirkte. Auch an anderen Stellen des Parks sind einzelne Bäume in entstandenen Lücken nachgepflanzt worden. Erlen, Rotbuche, Blutbuche, amerikanische Sumpfeiche sowie ein Amberbaum werden dem Park insbesondere im Herbst mit schöner Laubfärbung einen attraktiven Anblick geben. Kastanien säumen die Eingänge zum Park im Norden und Osten.

Die Brücke über den Parkgraben ist als einziges historisches Bauwerk erhalten geblieben und wurde im vergangenen Jahr aus Haushaltsmitteln saniert. Zugleich wurde der durch den Park führende Graben teilweise renaturiert. Neben der Brücke setzt eine Gruppe neu gepflanzter Rhododendren optische Akzente. „Auch der Teich wurde entschlammt, wie bei den Bäumen erfolgte dies als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für den Windkraftanlagenbau“, nennt Ortsvorsteher Mario Kloas einen weiteren Punkt. Zudem erhielten die Bänke im Parkteil mit der Festwiese neue Sitzflächen.

„Dem Besucher soll ein wenig der Hauch eines Landschaftsparkes entgegen wehen“, beschreibt Achim Bretschneider das Ziel der behutsamen erneuernden Gestaltung. „Jeden Tag sind die Kindergartenkinder hier. Sie sollen noch einen Specht hämmern hören und den Gesang der Nachtigall kennenlernen“ nennt er einen weiteren Aspekt.

Darüber hinaus biete das rund 3,5 Hektar große Areal vielen Cahnsdorfern Entspannung und Platz für gemeinsame Aktivitäten vom Sport bis zum Dorffest. Als Vorhaben in diesem Jahr soll der Rad- und Gehweg vom Dorfeingang zum Kindergarten repariert werden. Er bietet auch Anschluss an den Radweg nach Luckau. „Der größte Brocken ist die Wiederherstellung des Rundweges um das Dorf, der sogenannte Haagweg“, nennt Mario Kloas einen weiteren Schritt des Konzeptes.

Für die Parksanierung kann auch gespendet werden, denn bei der Stadt Luckau sei ein Spendenkonto speziell für dieses Vorhaben eingerichtet, weist Achim Bretschneider hin. Bisher eingegangene Spenden hätten die Rhododendren-Pflanzung an der Brücke ermöglicht. „Für die nächsten Vorhaben freuen wir uns über weitere Spenden“, fügt er an.