Es ist sicherlich gut und auch richtig in der heutigen Zeit, wirtschaftlich zu denken und zu handeln. Aber den Weg, den die Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) bestreitet, ist keineswegs lobenswert. Gerade die Linien im Berufsverkehr bedürfen einer gesonderten und langwierigen Prüfung. Die im Artikel dargestellte Erhebung entspricht nicht vollends den Tatsachen. Ich möchte nur mal zwei eigenständige Zählungen anführen. Am 21. November waren es zehn und am 22. November waren es acht Fahrgäste ab Luckau, die diese Linie nutzten. Unbestritten ist, dass der Großteil dieser Fahrgäste am Bahnhof in Uckro wieder ausgestiegen ist.
Das zum Beispiel ist der nächste Punkt, der nicht unbeachtet bleiben sollte. Was wird mit den Anbindungen zur Deutschen Bahn„ Hat man sich darüber auch Gedanken gemacht“ Dazu finde ich keine Aussage.
„Wenn fünf Fahrgäste auf dieser Linie Jahreskartenverträge abschließen, ist die RVS bereit, den Bus wieder einzusetzen.“ Diese Aussage von RVS-Geschäftsführer Gerd-Peter Lehmann werte ich als Erpressung. Die RVS hat es nicht mal für notwendig erachtet, die verbliebenen Fahrgäste von dieser Änderung offiziell in Kenntnis zu setzen. Diese Änderung hat sich mehr oder weniger unter den Fahrgästen selbst herumgesprochen. Das ist nicht gerade ein Ausdruck von Kundenfreundlichkeit.
Auch bei der Zusage des Herrn Lehmann zum Ausstieg aus dem Jahresvertrag bei Jobverlust oder längerer Krankheit bin ich sehr skeptisch. Wenn ich mir die Bedingungen für Jahres- und Abonnementkarten anschaue, kann ich so eine Verfahrensweise wie zugesagt, nicht finden.
Vielleicht ist allen geholfen, über eine kostengünstige Alternative nachzudenken - zum Beispiel den Einsatz eines Kleinbusses mit pauschalen Arbeitskräften?
Die RVS sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass die generelle Zuverlässigkeit des Unternehmens, auch auf anderen Linien, infrage gestellt wird.
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