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| 17:05 Uhr

Bundesfreiwilligendienst im Krankenhaus
Mit Blaulicht zum Traumberuf

 Laura Hanschick hat einen Freiwilligendienst in der Rettungsstelle in Luckau absolviert. Für die 19-Jährige hat sich dadurch der Berufswunsch gefestigt. Sie wird ab September die Ausbildung zum Rettungssanitäter beginnen.
Laura Hanschick hat einen Freiwilligendienst in der Rettungsstelle in Luckau absolviert. Für die 19-Jährige hat sich dadurch der Berufswunsch gefestigt. Sie wird ab September die Ausbildung zum Rettungssanitäter beginnen. FOTO: LR / Anja Brautscheku
Laura Hanschick absolviert den Bundesfreiwilligendienst in der Rettungsstelle Luckau und hat dabei ihre Berufung gefunden. Von Anja Brautschek

Blaulicht, Sirene, Notarzt – für Laura Hanschick ist das mittlerweile ein Stück weit zum Alltag geworden. Sie absolviert derzeit einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) in der Rettungsstelle des Luckauer Krankenhauses. Über diese Erfahrung hat sie sogar ihren Traumberuf gefunden.

„Der Rettungsdienst ist ein spannendes Arbeitsfeld und genau das richtige für mich“, sagt die 19-Jährige. Kein Tag gleicht dem anderen, immer wieder gilt es, sich auf neue Situationen und Patienten einzustellen. Das reizt die Abiturientin. Bereits zu Schulzeiten hat sie sich für den Rettungsdienst und den medizinischen Bereich interessiert, unter anderem auch ein Praktikum in der Gynäkologie und Geburtshilfe absolviert. „Nach dem Abi wollte ich eigentlich studieren, aber ich war mir nicht sicher, was genau. Deshalb entschied ich mich für den Freiwilligendienst“, erklärt Laura Hanschick ihre Beweggründe. Die Rettungsstelle war ihr bevorzugter Einsatzort. So erhält sie einen Einblick in verschiedene Fachbereiche des Krankenhauses.

„Der Rettungsdienst ist meist der erste Kontakt zum Patienten. Man weiß nie, was einen erwartet. Gleichzeitig spürt man bei vielen Patienten eine große Dankbarkeit“, beschreibt sie ihre Erfahrungen. Dabei durfte sie als Bufdi über die Monate den Schwestern und Ärzten nicht nur zugucken, sondern auch selbst beim Versorgen der Patienten mithelfen. Verbände anlegen, Patienten in Empfang nehmen oder das EKG vorbereiten – Handgriffe, die Laura Hanschick nach mehr als elf Monaten Freiwilligendienst bereits gut beherrscht. „Ich bin froh, dass ich so etwas machen darf. Ich habe anfangs mit weniger gerechnet“, sagt sie. An ihren ersten eigenen Verband bei einem Patienten kann sie sich noch ganz genau erinnern. Trotz wochenlangem Zuschauen und Beobachten war die 19-Jährige unsicher, hatte Angst etwas falsch zu machen. Doch Schwestern und Ärzte seien immer an ihrer Seite, zeigen die richtigen Handgriffe, erklären Abläufe und beantworten alle ihre Fragen. „Ich bin in dieser Zeit über mich selbst hinausgewachsen“, sagt sie.

Natürlich gehören auch die Grunddesinfektion, das Bereitstellen des Materials oder Zuarbeiten für die Schwestern zu den täglichen Aufgaben in der Rettungsstelle. Um sowohl für Patienten als auch Mitarbeiter des Krankenhauses erkennbar zu sein, unterscheiden sich die Bufdis auch in ihrer Kleidung. Während die Schwestern in der Rettungsstelle blau tragen, ist Laura Hanschick ganz in weiß gekleidet. Neben dem Arbeitsalltag lernen die Freiwilligen während Bildungstagen auch verschiedene Berufszweige und Ausbildungsmöglichkeiten sowie fachspezifische Kenntnisse, beispielsweise zum Thema Demenz oder Menschen mit Behinderungen, kennen.

Für Laura steht nach den Erfahrungen während des BFD fest: Sie möchte beruflich auch weiterhin dem Rettungsdienst treu bleiben. Im September wird sie die Ausbildung zum Rettungssanitäter beginnen, lernt bereits für den notwendigen Führerschein. „Ich möchte dazu vorerst in der Region bleiben, aber auch die Großstadt reizt mich noch, um weitere Fachbereiche kennenzulernen“, sagt sie. Mit Praxiserfahrung in der Hinterhand würde dann auch einem Studium nichts im Wege stehen. Als Managerin im Rettungsdienst könnte sie beispielsweise hinter den Kulissen koordinierende Aufgaben übernehmen.