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| 18:41 Uhr

Kandidatencheck
Drei wollen es in Dahme wissen

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Logo Wahlen 2019 FOTO: LR / Janetzko, Katrin
dahme. 21 Jahre ist Thomas Willweber Dahmes ehrenamtlicher Bürgermeister. Frank Donath und Rico Oppitz wollen am 26. Mai seinen Stuhl. 

Warum sollten die Dahmenser Ihnen ihre Stimme geben? Was unterscheidet Sie von Ihren Mitbewerbern der anderen Parteien und Vereinigungen?

Donath Nachdem die letzten Wahlen zur Besetzung des Amtes des Bürgermeisters alternativlos erfolgten, halte ich es für legitim, dass sich nun auch weitere Bürgerinnen und Bürger zur Wahl stellen. Es ist an der Zeit, dass neuen Ideen und Herangehensweisen Raum gegeben wird, um Dahme für die kommenden Herausforderungen fit zu machen. Ich komme aus der Mitte der Bürgerschaft und kenne die Sorgen und Befindlichkeiten der Bürgerinnen und Bürger aus meinem täglichen Erleben. Meine Grundhaltung ist, Bürgermeister für alle zu sein.

Oppitz Weil ich ein Bürgermeister sein werde, der vor Ort ist. Ich werde für die Bürger jederzeit ansprechbar sein, ihnen zuhören und ihre Sorgen und Anregungen ernst nehmen. Ich lege großen Wert auf Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit. Dafür bringe ich das nötige Engagement und die Zeit mit, mich ganz dieser Aufgabe zu widmen. Mir sind vor allem Bürgernähe und Bürgerbeteiligung, Klima und Umwelt sowie die Entwicklung sozialer Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Senioren wichtig. Mein Motto: Gemeinsam können wir mehr erreichen.

Willweber Ich bin in Dahme aufgewachsen, kenne die Ecken und Kanten und vor allem die schönen Seiten unserer liebens- und lebenswerten Stadt. Ich bin mit meinem Heimatort eng verbunden und möchte mich weiterhin für eine bessere Lebensqualität und eine starke soziale Infrastruktur einsetzen. Durch meine jahrelange Erfahrung in der Kommunalpolitik kann ich unsere Interessen auf Landkreis- und Landesebene vorantreiben und dabei die Finanzausstattung der Kommune im Auge behalten. Für die Zukunft ist es mir wichtig, den Erhalt beider Freibäder und der Sportwelt zu forcieren sowie die Gleichbehandlung der Stadt und der Gemeinden zu fördern.

Welche drei wichtigen Projekte würden Sie als Bürgermeister zuerst angehen?

Donath Aktiv werde ich mich für den weiteren Ausbau der B102 einsetzen. Der unsanierte Teil der Ortsdurchfahrt führt zu einer ständigen Überschreitung der Grenzwerte des Immissionschutzgesetzes in der Geräuschentwicklung sowie bei den Erschütterungen, was gegen geltendes Recht verstößt.

Die weitere Entwicklung der Sportwelt in Richtung Mehrzwecknutzung halte ich für das dickste Brett, was zu bohren ist. Dem Grundgedanken eines „Bürgersaals“ stehe ich offen gegenüber. Egal wie das Projekt sich später darstellt, der Bedarf an einer solchen Einrichtung ist gegeben. In jedem Fall werden richtungsweisende Entscheidungen für die Sportwelt getroffen werden müssen.

Mittelfristig sollten in Dahme wieder Heimatfeste stattfinden.

Oppitz Dahme braucht Ärzte statt Bauland. Daher werde ich mich als Erstes dafür einsetzen, dass wir mehr (Fach-) Ärzte nach Dahme holen. Hier stehe ich bereits mit vielen Akteuren in Kontakt, um eine Lösung zu finden. Des Weiteren müssen wir den ÖPNV deutlich verbessern. Die Busse sollten öfter fahren und die Taktung aufeinander und an die Bahnfahrpläne angepasst werden. Das geht nur über den Kreis. Letztlich müssen wir den Jugendlichen vernünftige und zeitgemäße Freizeitangebote machen. Dafür sollten wir vor allem mit ihnen, statt über sie reden.

Willweber Ein derzeit dringendes Projekt ist die Optimierung des Platzangebotes im Hort bzw. die Erweiterung des Hortes. Die Absicherung der Betreuung der Kinder ist ein wesentlicher Faktor für viele Eltern, um ihr Arbeitsleben ausführen zu können. Hier müssen wir Unterstützung leisten. Mit dem Abschluss der Neustrukturierung der Sportwelt schaffen wir ein attraktives Freizeitangebot für Einheimische und Gäste. Zur Verbesserung von Ordnung und Sauberkeit würde ich eine Personalstelle im Ordnungsamt schaffen. Damit stärken wir unser touristisches Potenzial und die Wohnqualität für die Einheimischen.

Bestehende Projekte, wie der Weiterbau der B102, die Digitalisierung und Medienausstattung der Schulen, die Fortführung der Schlossparksanierung, haben für mich ebenfalls hohe Priorität.

Wie wollen Sie Bürgernähe praktizieren und vor allem auch junge Menschen begeistern?

Donath Trotz Internet bevorzuge ich das direkte Gespräch mit den Bürgern vor Ort. Regelmäßige Bürgersprechstunden im Rathaus habe ich auf meiner Agenda. Neben den Bildungseinrichtungen sind unsere Vereine maßgeblich an der Erziehung der Jugend beteiligt, d.h. Unterstützung der Vereine gleich aktive Jugendarbeit. Der Jugend und ihren Ideen werde ich ohne Argwohn begegnen. Sehr angetan bin ich von den jungen Machern der Benefizveranstaltungen gegen Krebs, sie können sich meiner Unterstützung sicher sein. Gern möchte ich mit der Jugend über Umweltfragen diskutieren.

Oppitz Ich komme regelmäßig mit anderen Bürgern ins Gespräch über die Probleme der Stadt und Anregungen, wie man sie lösen kann. Diese Gespräche möchte ich direkt in gute, bürgernahe Politik umsetzen, z. B. durch eine Bürgersprechstunde und einen regelmäßigen Bürgerstammtisch, an dem auch Jugendliche teilnehmen sollen. Außerdem sollen die Ehrenamtlichen stärker eingebunden und unterstützt werden.

Willweber Wir haben in unserem starken Team viele junge Leute, die sich einbringen wollen. Ein Jugendstammtisch ist der erste Ansatz für einen aktiven Dialog mit den Jugendlichen. Wir wollen die aktive Bürgerbeteiligung bei diversen Projekten durch einen Bürgerhaushalt stärken.

Bitte ergänzen Sie diesen Satz: Dahme in fünf Jahren ist...

Donath ...in fünf Jahren genau so lebens- und liebenswert wie heute.

Oppitz ... eine lebendige und lebenswerte, weltoffene und umweltbewusste Kleinstadt mit einem vielfältigen Vereinsleben, modernen Freizeiteinrichtungen für Jugendliche und touristischen Angeboten für Besucher sowie einer guten Vernetzung mit den umliegenden Gemeinden und regionalen Zentren.

Willweber ...eine Kleinstadt mit historischem Stadtkern, starker Infrastruktur, gestärkten Vereinen und langsam, aber stetig wachsenden Bevölkerungszahlen im Stadtgebiet und in den Gemeinden.