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| 17:34 Uhr

Kommunalwahl
Bürgermeister plädiert für einen Ortsbeirat

Mit dem Ende der Wahlperiode 2019 steht auch die Neuwahl des Ortsbeirates an.
Mit dem Ende der Wahlperiode 2019 steht auch die Neuwahl des Ortsbeirates an. FOTO: dpa / Bernd Weissbrod
Bornsdorf. Stellt Bornsdorf kein Gremium auf, droht der Verlust einer Ortsteilvertretung auf Dauer.

Heideblicks Bürgermeister Frank Deutschmann hat sich unlängst mit den Einwohnern von Bornsdorf getroffen, um Anregungen und Sorgen in einer Einwohnerversammlung zu besprechen. Ein Thema brannte ihm dabei besonders unter den Nägeln: der fehlende Ortsbeirat.

Noch bis zum Ende der Wahlperiode, die mit der Kommunalwahl 2019 endet, führt die Gemeinde die Aufgaben des Ortsbeirates fort. Frank Deutschmann hofft, dass sich dann wieder ein Ansprechpartner für das Dorf findet. „Aus meiner Sicht ist es ganz wichtig. Wie sollen sonst die Belange von Bornsdorf in die Gemeindevertretung eingebracht werden?“, gibt der Bürgermeister zu bedenken. Ob größere Investitionen oder kleine Anregungen – ohne Ortsbeirat sei es für die Gemeinde schwierig, die Entwicklungen der Ortsteile mitzuverfolgen. Denn das Gremium wird zu allen Belangen, die den Ort betreffen, vor einer Entscheidung in der Gemeindevertretung angehört. In der Gemeindevertreter-Sitzung können die Mitglieder zudem ihre Anliegen einbringen oder bei Problemen nachhaken.

Findet sich auch in der kommenden Wahl kein neuer Ortsbeirat, so entfällt das Gremium für Bornsdorf auf Dauer, sagt Deutschmann. Er appeliert daher an die Bornsdorfer: „Es sollten ausreichend Kandidaten aufgestellt werden.“

Im Frühjahr 2016 hat sich der Ortsbeirat von Bornsdorf aufgelöst. Die beiden Beiratsmitglieder Carsten Kuboth und Kerstin Weinert sind aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Kerstin Weinert beklagte aber zusätzlich, als Beiratsmitglied wenig bewegen zu können. Mit der Entscheidung der beiden Ehrenamtlichen war der Ortsbeirat nicht mehr arbeitsfähig und musste aufgelöst werden. Er setzt sich in der Regel aus drei Mitgliedern zusammen.

Auch angesetzte Neuwahlen im Juli und November 2016 mussten abgesagt werden, da sich nicht genügend Kandidaten für die Wahlen aufstellten. Für die Bornsdorfer ist die Wahl im kommenden Jahr nach den gesetzlichen Richtlinien die letzte Chance für die Aufstellung des Gremiums. Finden sich erneut nicht genügend Kandidaten, droht der Verlust der Ortsteilvertretung in Bornsdorf.