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| 02:44 Uhr

Bürger wollen keine neuen Windräder mehr

Der Sprecher der Volksinitiative "Rettet Brandenburg" Thomas Jacob zeigt eine Unterschriftenliste, auf denen Bürger ihr Votum gegen den weiteren Ausbau der Windenergie kundtun können. Die Listen liegen am Samstag in 26 Städten des Landes Brandenburg aus; auch Schilder mit diesen Botschaften sind dort zu sehen.
Der Sprecher der Volksinitiative "Rettet Brandenburg" Thomas Jacob zeigt eine Unterschriftenliste, auf denen Bürger ihr Votum gegen den weiteren Ausbau der Windenergie kundtun können. Die Listen liegen am Samstag in 26 Städten des Landes Brandenburg aus; auch Schilder mit diesen Botschaften sind dort zu sehen. FOTO: Andreas Staindl
Glietz. Bürgerinitiativen (BI) machen mobil gegen Windenergie. Sie fordern von der Landesregierung keinen weiteren Ausbau der Windenergie. Andreas Staindl

Mehr als 50 solcher Initiativen gibt es im Land Brandenburg, wie Thomas Jacob sagt. Der Glietzer (Märkische Heide) ist der Sprecher der Volksinitiative "Rettet Brandenburg", der landesweit mehr als 50 BI angehören. Die Initiative ruft zum 3. Aktionstag an diesem Samstag auf.

Wie Jacob erklärt, werden Vertreter der Bürgerinitiativen in 26 Städten des Landes Brandenburg Infostände errichten und versuchen, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Ziel ist es laut dem Sprecher, "die Menschen über die verlogene Energiepolitik aufzuklären. Wir haben es satt, immer nur zu Gesprächen ins Brandenburgische Wirtschaftsministerium eingeladen zu werden und dort zu hören, dass die Leute an der Energiewende beteiligt werden, mit diskutieren und entscheiden können. Das waren bisher nur leere Worte. Unsere einzige Chance ist es", sagt Thomas Jacob, "mit Aktionstagen auf uns aufmerksam zu machen."

Auf jeweils fünf Transparenten in allen 26 Städten macht die Volksinitiative ihre Forderungen an die Landesregierung deutlich. Zu lesen sind dort Botschaften wie etwa "Durch jedes neue Windrad in Brandenburg steigt unser Strompreis", auch "Die Abzockerei des Volkes muss aufhören" und "Für diese Energie gibt es keine Speicher, keine Überlandleitungen und in Brandenburg keinen Bedarf." Thomas Jacob macht deutlich: "Schon heute stehen mehr als 3000 Windkraftanlagen in Brandenburg. Sie produzieren zeitweilig 70 Prozent mehr Energie, als in Brandenburg benötigt wird. Trotz des Energiewende-Desasters hält die Landesregierung an ihrer Energiestrategie fest. Die bestehenden Windräder sollen bis 2030 in Brandenburg auf 6000 verdoppelt werden." Bürgerinitiativen wehren sich dagegen. Die Volksinitiative gibt ihnen die Plattform für gemeinsame Aktionen.

Während des Aktionstags am Samstag sollen auch Unterschriften gesammelt werden. "Unser Ziel sind 100 Unterschriften pro Standort", sagt Thomas Jacob. "Die gesamten Listen überreichen wir später dem Brandenburger Wirtschaftsminister." In der Zeit zwischen 8 und 13 Uhr sind die Bürgerinitiativen am Samstag in den 26 Städten präsent. Wie der Sprecher der Volksinitiative sagt, werden sie vor allem vor großen Einkaufsmärkten und an Standorten mit viel Publikumsverkehr stehen. Unter anderem in Lübbenau, Cottbus, Dahme, Spremberg, Guben, Forst und Döbern. "In Lübben", erklärt Thomas Jacob, "haben wir an unserem gewünschten Standort vor einem Markt in Richtung Luckau keine Genehmigung erhalten."