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| 01:06 Uhr

BSV Luckau II auf dem Weg an die Spitze?

Luckau.. Meistens wird nach einem Aufstieg der Kampf um den Klassenerhalt im zweiten Jahr schwerer als im Aufstiegsjahr. Burkhard During

Da aber zum Saisonbeginn mit Jörg Ludwig, Jörg Fritsche und Jens Massierer drei ehemalige Spieler der ersten Mannschaft das Team der Zweiten verstärkten, ging Trainer Michael Lehmann recht optimistisch in die Saison.

Meistens nur ein Torwart
Es zeigte sich aber, dass es mit der Integration nicht so reibungslos klappte. Es haperte am Spielverständnis, welches sich aber zum Ende der Hinrunde deutlich verbesserte.
Ein weiteres Problem war, dass dem Trainer mit René Losch größtenteils nur ein Torwart zur Verfügung stand, da Andreas Bieber wegen seines Studiums in der Nähe von Karlsruhe weilte. Erfreulich war, dass sich René auf Grund der vielen Spielanteile, aber auch einer verbesserten Abwehrarbeit der Mannschaft, deutlich steigern konnte.
Rückraumspieler Torsten Jedro fiel arbeitsbedingt ebenfalls oft aus. So stand als Saisonziel der Klassenerhalt im Vordergrund. Am ersten Spieltag beim Absteiger aus der Brandenburgliga, dem MTV Wünsdorf, rechnete sich niemand Chancen aus, mit dem 31:26-Sieg war jedoch eine Überraschung gelungen. Im ersten Heimspiel gegen das starke Team vom SV Blau-Weiß Dahlewitz konnte Luckau II allerdings nicht gewinnen. Vergebene Strafwürfe und zu viele technische Fehler waren Ursachen für die 25:26-Heimniederlage.
Beim LHC Cottbus III fand der BSV keine Mittel die routinierte und groß gewachsene Abwehr entscheidend zu überwinden. Dagegen agierte der eigene Abwehrverband wie ein „aufgeschreckter Hühnerhaufen“ , was zu einer 37:24-Niederlage führte.
Im folgenden Lokalderby in Luckau gegen die TSG Lübbenau II stimmte die kämpferische Einstellung wieder. Den jederzeit knappen Spielverlauf entschied der BSV am Ende mit 27:25 zu seinem Gunsten.
Die Berg und Talfahrt der Mannschaft fand in Eisenhüttenstadt seine Fortsetzung. Gegen dieses Spitzenteam verlor der BSV völlig indisponiert mit 26:41. Im nächsten Spiel in Senftenberg, das von einer kurzfristigen Spielverlegung innerhalb der Stadt begleitet wurde, war die hohe Fehlerquote die Ursache für die etwas unglückliche 38:39-Nieder lage.

Abstiegsränge rückten näher
Danach wurde der Abstand zu den Abstiegsrängen immer geringer. Als nächster Gegner reiste der zweite Absteiger aus der Brandenburgliga, der BSV Grün-Weiß Finsterwalde, in Luckau an. Der BSV, als heimstarkes Team bekannt, fand über die kämpferische Einstellung zu seinem Spiel und landete einen 33:28-Sieg.
Danach folgte das nächste Wechselbad der Gefühle. In Guben, wo immer eine sehr aufgeheizte Atmosphäre herrscht und durch die Zuschauer viele verbale Attacken auf die Gegner einprasseln, ließ sich der BSV beeindrucken. Die 38:21-Niederlage gegen den Abstiegsaspiranten war dabei sehr deprimierend.
Schon im nächsten Heimspiel gegen den TuS Sacro, mit vielen älteren Cottbuser Routiniers antretend, sah man wieder das andere Gesicht des BSV. Mit hohem Tempo und großer Einsatzbereitschaft kämpfte Luckau den Gegner in der Schlussphase mit 30:28 nieder. In Ortrand hatte sich eigentlich niemand eine Siegchance ausgerechnet. Durch fünf Verletzungen geschwächt, konnten die Gastgeber jedoch nicht an ihre sonst bekannte Stärke heranreichen. Mit dem nicht erwarteten 31:24-Auswärtssieg entführte der BSV zwei wichtige Punkte. Gegen den SSV Friedland wartete der nächste schwere Gegner in Luckau auf die Mannschaft.
Da bisher nur ein Heimspiel knapp verloren wurde, trieben die zahlreichen Zuschauer den BSV ständig nach vorn. Mitte der zweiten Halbzeit hatte der Gastgeber so langsam den Wiederstand des Gegners gebrochen und landete einen 29:25-Sieg. Noch auf dem siebenten Tabellenplatz liegend, hat der BSV nach Punkten den Kontakt zu Platz drei hergestellt. Mit einem Heimsieg im ersten Spiel der Rückrunde gegen den Tabellenletzten aus Wünsdorf, sollte der Marsch Richtung oberes Tabellendrittel weiter fortgesetzt werden.
Die dritte Männermannschaft bestimmt nach ihrem Aufstieg in die Kreisliga auch in dieser Klasse das Niveau mit. Mit Platz zwei, nach einer Niederlage gegen den Spitzenreiter TSG Lübbenau III und einer 32:33-Niederlage, als man ersatzgeschwächt in Senftenberg antrat, leistet das Team mehr als man erwarten konnte.

Jugendteams sind Spitze
Die männliche B-Jugend-Mannschaft wird in der Landesliga (Staffel Süd) mit Platz eins ihrer Favoritenrolle gerecht. Nur beim Lokalrivalen vom SV Calau musste man auf Grund einer viel zu hohen Fehlerquote eine 28:30-Niederlage einstecken, wobei alle anderen Spiele mit zehn und mehr Toren Vorsprung gewonnen wurden. In der Kreisliga der A-Jugend, wo die gleiche Mannschaft noch einmal spielt, um auf Grund der geringen Staffelstärke bei der B-Jugend weitere Spielpraxis sammeln zu können, ist die Gegenwehr auch auf Grund der körperlichen Verhältnisse doch erheblich stärker. Aber auch hier wird zur Zeit, noch trotz einiger knapper Spielausgänge, Tabellenplatz eins gehalten.