Mehr gebe die Tragfähigkeit des Bauwerks nicht mehr her, so Bernd Boschan, Direktor des Amtes Lieberose/Oberspreewald.
„Bevor einer einstürzt, haben wir uns für die Sperrung entschieden, auch wenn vor allem die Agrargenossenschaft Radensdorf die Leidtragende ist“ , sagt der Amtsdirektor. Denn für den Landwirtschaftsbetrieb bedeutet die Sperrung Umwege und damit mehr Kosten.
Die Sperrung hatte sich seit langem abgezeichnet. Denn alle Brücken über den Nordumfluter im Gebiet des Amtes Lieberose/Oberspreewald, für die die Gemeinden Baulastträger sind, seien vor mehr als 40 Jahren errichtet worden und Boschan zufolge stark sanierungsbedürftig. Die Kosten dafür würden jedoch die finanzielle Kraft der Gemeinden übersteigen. Allein für die Pionierbrücke werde mit rund 250 000 Euro gerechnet.
Hoffnung gebe es für die Brücke an der Kannomühle, die zum Kahnhafen Neu Zauche führt und auch von der Forstwirtschaft genutzt wird. „Wir haben Fördermittel aus dem Programm Integrierte ländliche Entwicklung in Aussicht gestellt bekommen“ , informiert Boschan. (dh)