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Auszeichnung
In Drehna wird kreativ gebraut

Die Brauerei Fürstlich Drehna setzt auf ihre 270-jährige Tradition und braut nach wie vor nach den ursprünglichen Rezepturen. Kombiniert wird das alte Handwerk mit neuen Aromen, die auf die heutigen Geschmäcker ausgerichtet sind.
Die Brauerei Fürstlich Drehna setzt auf ihre 270-jährige Tradition und braut nach wie vor nach den ursprünglichen Rezepturen. Kombiniert wird das alte Handwerk mit neuen Aromen, die auf die heutigen Geschmäcker ausgerichtet sind. FOTO: Schlossbrauerei Fürstlich Drehna
Fürstlich Drehna. Die Schlossbrauerei erhält auf der Grünen Woche den pro-Agro-Marketingpreis. Von Anja Brautschek

Ein frisch-herber Hopfencharakter gepaart mit belebenden Aromen – so wird das neue Mate-Craft-Bier der Brauerei Fürstlich Drehna beschrieben. Erst vor wenigen Monaten wurde die neue Komposition das erste Mal vorgestellt. Und schon hat die Brauerei mit der ungewöhnlichen Mischung eine Auszeichnung eingefahren. Auf der Grünen Woche in Berlin hat das Unternehmen dafür am Freitag den pro-Agro Marketingpreis in der Kategorie Ernährungswirtschaft entgegengenommen. „Wir sind stolz darauf, dass unser Unternehmen und die Arbeit unserer Mitarbeiter so anerkennend gewürdigt werden“, sagt geschäftsführer Arno Schelzke.

49 Unternehmen haben innovative Produktideen und Vermarktungskonzepte eingereicht. Die Brauerei Fürstlich Drehna hat dabei die Fachjury mit einem modernen Geschmack, kombiniert mit einer langen Brautradition, überzeugt. „Mit unserem neuen Craft-Bieren folgen wir eigentlich keinen Markttrend, sondern sind eine Craft-Bier-Brauerei im ursprünglichen Sinn“, erklärt Geschäftsführer Arno Schelzke. Die Brauerei kann auf eine 270-jährige Tradition zurückblicken. Noch heute werden die Biere in Fürstlich Drehna nach den alten Rezepturen gebraut. Anders als in großen Brauereibetrieben stehen in Fürstlich Drehna insbesondere die Handarbeit im Fokus. Mit Ausnahme der Qualitätssicherung werde der Brauprozess in Fürstlich Drehna nicht durch eine Computersteuerung übernommen. Mit dem Erfahrungsschatz der Brauer können die verschiedenen Rohstoffe aufeinander abgestimmt werden.

Dabei kommen heutzutage nicht nur traditionelle Zutaten wie Hopfen, Malz oder Hefe zum Einsatz. Immer häufiger wird auch mit ungewöhnlichen Aromen experimentiert. So hat die Brauerei Fürstlich Drehna auch Biere mit Sanddorn- oder Ingwer-Geschmack entwickelt. Das Mate-Bier ist die neueste Kreation der fürstlichen Brauerei. Allein zwei Jahre Entwicklungszeit hat diese Sorte von der Idee bis zur Vermarktung in Anspruch genommen. „Damit reagieren wir auf den veränderten Geschmack der Kunden. Der Geschmack wird individueller, gleichzeitig kaufen die Kunden bewusster ein“, sagt Arno Schelzke. Dennoch basieren auch die modernen Kompositionen auf den alten Rezepturen. „Wir halten an den Traditionen fest und setzen nicht auf Masse“, erklärt der Geschäftsführer das Konzept.

Dabei achtet das Unternehmen auch auf eine nachhaltige Produktion und arbeitet nach den Standards des Europäischen Umweltmanagements EMAS. Dafür achtet die Brauerei unter anderem auf den Einsatz von erneuerbaren Energien. „Wir entnehmen der Natur nur das, was wir auch wieder zurückgeben können“, sagt Arno Schelzke und erklärt weiter: „Wir setzen nicht auf Masse, sondern wollen natürlich wachsen.“

14 Mitarbeiter beschäftigt die Brauerei derzeit in Fürstlich Drehna. Das Unternehmen bildet auch Azubis als Brauer und Mälzer aus.