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| 17:43 Uhr

Tag der offenen Tür
Spannende Experimente zeigen Luckauer Schulalltag

Marie Heider (r.) demonstriert den Sechstklässlern und ihren Eltern anhand eines Modells chemische Vorgänge in einer Kältekompresse.
Marie Heider (r.) demonstriert den Sechstklässlern und ihren Eltern anhand eines Modells chemische Vorgänge in einer Kältekompresse. FOTO: Brautschek Anja / LR
Luckau. Bohnstedt-Gymnasium stellt sich mit einem Tag der offenen Tür den Sechstklässlern vor. Schüler kommen auch aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster. Von Anja Brautschek

Stockdunkel ist es im Chemie-Raum des Bohnstedt-Gymnasiums in Luckau. Eine Zwölftklässlerin entzündet einen Bündel Wunderkerzen. Doch eine verspätete Silvester-Party in der Schule ist das nicht. Vielmehr zeigen die Schüler zum Tag der offenen Tür, was sie in den unterschiedlichen Fachbereichen erlernen. Mit großen Augen verfolgen die Sechstklässler und ihre Eltern das Experiment aus dem Chemie-Unterricht. Ein Staunen huscht über die Gesichter, als die Schülerin die Wunderkerzen unter Wasser hält. Es brodelt und zischt. Doch die Flamme brennt weiter. „Ich wusste gar nicht, das Feuer unter Wasser geht“, sagen die Sechstklässler erstaunt.

„Gerade im Bereich Naturwissenschaften gibt es viele spannende Experimente“, erzählt Marie Heider. Die Bohnstedt-Gymnasiastin erklärt den Besuchern unter anderem, wie Kältekompressen funktionieren. Dazu mischt sie Salz und Wasser in einem kleinen Reagenzglas. Schlagartig fällt die Temperatur des Gemischs ab. Das ist ein endothermer Prozess, antwortet sie auf die fragenden Blicke.

Michelle Straßburger verfolgt gespannt die Erklärungen der Schüler. Mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder erkundet sie das Gymnasium „Die Räume sind mit moderner Technik ausgestattet. Das finde ich toll“, sagt sie. Schon ihre Mutter Nadine hat am Bohnstedt-Gymnasium das Abitur absolviert. Jetzt hoffen beide auf einen Platz für die Tochter. „Es hat sich vieles verändert. Hier gibt es eine gute Schulbildung“, sagt Nadine Straßburger. Auch Marie Heider stimmt dem zu. „An der Schule gibt es ein gutes Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer. Außerdem werden wir gefordert. Man hat so ein gutes Gefühl für die Zukunft“, beschreibt die Gymnasiastin.

Das Bohnstedt-Gymnasium genießt über die Luckauer Grenzen hinaus einen guten Ruf. Die Schüler kommen auch aus den Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Teltow-Fläming in die Luckauer Einrichtung, erklärt Schulleiterin Sabine Heß. Vor allem die fremdsprachliche Ausrichtung der Schule ist für viele ein entscheidendes Kriterium. Neben Französisch und Russisch wird am Bohnstedt-Gymnasium auch Spanisch angeboten. Ab Klasse neun können die Schüler zusätzlich Latein wählen. „Meine Tochter möchte gern Spanisch lernen. Deshalb sind wir hier. Aber was ich bis jetzt gesehen habe, bestärkt mich nur noch in meiner positiven Meinung“, erklärt Marcel Neumann. Vor allem die freundliche Art von Lehrern und Schülern gefallen dem Lübbener. Den Tag der offenen Tür mit vielen Aktionen und Experimenten sind für ihn „ sehr interessant gestaltet“.

Auf der Bühne der Aula machen Siebtklässler Lust auf Sprachen. Sie singen das spanische Alphabet, tragen ein russisches Gedicht vor und stellen in einem kleinen Schauspiel die französische Sprache vor. Mit Schüler-Austauschprogrammen oder Sprachreisen können die erlernten Sprachkenntnisse weiter vertieft werden. In Arbeitsgemeinschaften können Schüler zusätzlich zum Blockunterricht weitere Interessen ausleben. Vor allem die Video-AG sei eine Besonderheit, so Sabine Heß. „Wir wollen die Schüler aber auch auf das wissenschaftliche Arbeiten vorbereiten, damit sie für ein Studium gerüstet sind“, erklärt die Schulleiterin. Mit Facharbeiten in Klasse neun und einer Seminararbeit in der 12. Klasse erlernen sie dafür das notwendige Rüstzeug. Für diese umfassende Konzeption konnte das Bohnstedt-Gymnasium zum zweiten Mal das Prädikat „Schule mit hervorragenden Berufs- und Studienorientierung“ verteidigen.

„Ich freue mich schon, wenn ich hier im nächsten Jahr zur Schule gehen darf“, erzählt Alpha Meiwald. Die Bornsdorferin hat schon während eines Schnuppertages die Schule kennengelernt. Vor allem die naturwissenschaftlichen Experimente und das Kunstkabinett begeistern sie. „Überall gibt es etwas anderes zu entdecken. Es ist sehr spannend hier.“