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Blumenfelde feiert heute sein 39,2-Grad-Hitze-Jubiläum

Wetterfrosch Frank Selbitz: Dass Blumenfelde Brandenburgs heißester Ort ist, jährt sich am 9. August 2017 zum 25. Mal.
Wetterfrosch Frank Selbitz: Dass Blumenfelde Brandenburgs heißester Ort ist, jährt sich am 9. August 2017 zum 25. Mal. FOTO: privat
Lübben. Die kleine nebenamtlich, seit 1987 für den Deutschen Wetterdienst (DWD) betriebene Wetterstation Blumenfelde am Stadtrand von Lübben hat heute ein besonderes Jubiläum: Dass hier der heißeste Ort Brandenburgs ist, jährt sich zum 25. Mal. red/SvD

Das teilt Wetterbeobachter Frank Selbitz mit. Am 9. August 1992 wurden in Blumenfelde 39,2 Grad Celsius gemessen - laut Selbitz die höchste, je in Brandenburg offiziell gemessene Temperatur.

Es war noch nicht die Zeit der vollautomatischen, synoptischen Wetterstationen, die im Minutentakt ihre Daten an der Zentralcomputer des Wetterdienstes nach Offenbach übermitteln, und es war auch noch nicht die Zeit des Internets, in der solche Information rasant verbreitet werden. "Es geschah noch alles per Augenbeobachtung", erinnert sich Frank Selbitz.

"Tropisch heiß war es und der Weg zur Station, die in der Sonne liegt, ein Hitzebad." In den Medien wurde von erwarteten neuen Temperaturrekorden berichtet und erwartet, dass die Quecksilbersäule die 40-Grad-Marke knackt.

"Als ich 39,2 Grad Celsius nach Potsdam meldete, wusste ich nicht, dass dies der höchste registrierte Wert sein wird. Es war eine Meldung wie an jedem Tag", so Selbitz in seiner Erinnerung. "Ich ging davon aus, dass ein anderer Beobachter sicherlich die magische 40-Grad-Marke registriert hätte. Erst die Tagesauswertung brachte dann, Lübben-Blumenfelde war der heißeste Ort in Brandenburg gewesen." Und er ist es, seit einem Vierteljahrhundert, bis heute.