(be) Vor einem Jahr wurde das Amt Dahme durch den Beitritt der Gemeinde Niederer Fläming das größte Amt Brandenburgs. Mit einer Fläche von rund 438 Quadratkilometern ist es etwa halb so groß wie das Land Berlin, zählte jedoch im Dezember 2018 nur 9160 Einwohner, verteilt auf eine Kleinstadt und 42 Ortsteile. Ein Grund, warum Amtsdirektor David Kaluza die Finanzausstattung der Kommunen durch das Land kritisiert. Wer sein Versprechen ernst meine, den ländlichen Raum nicht abhängen zu wollen, dürfe Zuweisungen nicht nur nach der Einwohnerzahl bemessen. Auch die Fläche müsse berücksichtigt werden, sagt er.

Ein Blick in die Einwohnerstatistik für 2018 macht die Problematik deutlich. Demnach ist die Bevölkerung im zurückliegenden Jahr weiter geschrumpft. Das Amt hat seit dem 1. Januar 2018 74 Menschen verloren. Damit ist bildlich gesehen ein Ort von der Größe Zagelsdorfs verschwunden. 189 Sterbefällen standen 58 Geburten gegenüber. Positiv verzeichnet die Statistik 352 Zuzüge, während 295 Bürger weggingen.

Insgesamt stehen für alle vier Gemeinden des Amtes Bevölkerungsrückgänge zu Buche. Am stärksten fallen sie in der Stadt Dahme mit ihren Ortsteilen aus. Waren hier Anfang 2018 4965 Bürger zu Hause, so wohnten Ende Dezember 50 Menschen weniger in der Stadt. Auf 134 Sterbefälle kamen 30 Geburten. Die Gemeinde Niederer Fläming hat 3092 Einwohner, zwölf weniger als zu Beginn 2018. 42 Todesfälle verzeichnet die Statistik, 20-mal flog der Storch die Dörfer des Niederen Fläming an.

In Ihlow mit sechs Ortsteilen sank die Bürgerschaft um elf auf 674. Zwei Geburten wurden registriert, aber sieben Sterbefälle. Als kleinste Gemeinde mit drei Ortsteilen war Dahmetal zugleich die stabilste. Dort wohnten im Dezember 479 Menschen, nur einer weniger als zu Jahresbeginn. Auf sechs Todesfälle kamen ebenfalls sechs Geburten.

Der Region droht die Überalterung, wie die Alterspyramide des Amtes Dahme zeigt. Demnach waren Ende November 3779 Menschen und damit schon weit mehr als jeder Dritte (41,26 Prozent) 60 Jahre und älter. 30 Jahre und jünger warnur jeder Fünfte (20,74 Prozent).