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BKZ-Neubau in Luckau steht still

Still ruht die Baustelle: Ein Bauzaun sichert das Gelände, auf dem der Erweiterungsbau des Brand- und Katastrophenschutzzentrums entstehen soll.
Still ruht die Baustelle: Ein Bauzaun sichert das Gelände, auf dem der Erweiterungsbau des Brand- und Katastrophenschutzzentrums entstehen soll. FOTO: dfh
Luckau. Die Fertigstellung des Brand- und Katastrophenschutzzentrums des Landkreises verschiebt sich, weil die Baufirma Insolvenz anmelden musste. Wie es nun weiter geht. Daniel Friedrich

Ruhig ist es zurzeit auf dem Gelände des Brand- und Katastrophenschutzzentrums (BKZ) an der Luckauer Südpromenade. Eigentlich sollte hier seit mehreren Wochen am Erweiterungsbau des BKZs gearbeitet werden. Stattdessen lagern hinter Bauzäunen Pflastersteine und Sandberge, aus denen inzwischen das Unkraut sprießt. Der Grund: Die Baufirma aus Grassau bei Herzberg (Elbe-Elster) stellte einen Insolvenzantrag - das Vorhaben in Luckau konnte sie nicht mehr vollenden. "Dreiviertel der Gründungen sind bereits im Boden, mehr ist auf der Baustelle noch nicht passiert", heißt es von Daniel Auras, Mitarbeiter Immobilien- und Gebäudemanagement im Landratsamt. "Durch diese Situation verlängert sich die Bauzeit nach jetzigem Stand um mindestens zwölf Wochen", berichtet er. Ursprünglich sei mit einer Fertigstellung zum Ende des Jahres geplant worden, "nun wird es wohl frühestens Ende März 2018." Ein erneutes Auftragsverfahren sei jedoch abgeschlossen, die neue Baufirma stehe in den Startlöchern, so Auras.

Seit März dieses Jahres liefen die Bauarbeiten für das neue Mehrzweckgebäude in Luckau. Der Anbau des BKZs - das einzige im gesamten Landkreis Dahme-Spreewald - wurde notwendig, um den wachsenden Aufgaben der Service- und Ausbildungseinrichtung für die Feuerwehren des Landkreises gerecht zu werden. In die Umsetzung des Bauvorhabens wollte der Landkreis rund 1,2 Millionen Euro investieren. Die Kosten dürften durch die erneute Auftragsvergabe nun höher liegen.

Seit der Eröffnung des ersten BKZ-Gebäudes im Jahr 1999 hat sich das Aufgabenspektrum des Brand- und Katastrophenschutzzentrums ständig erweitert und spezialisiert, wie Kreissprecherin Heidrun Schaaf informiert. "Die Mitarbeiter des BKZ kümmern sich um die Pflege und Wartung der technischen Ausrüstung von etwa 160 Wehren, und unterhalten das Katastrophenschutzlager des Landkreises. So werden hier jährlich etwa 5000 Feuerwehrschläuche gereinigt und etwa 4000 Atemschutzausrüstungen geprüft und gewartet." Zudem erfolge im BKZ Luckau die kreisliche Ausbildung der Kameraden der öffentlichen Feuerwehren, zum Beispiel Lehrgänge für Truppführer, Maschinisten und Atemschutzgeräteträger. Stetig steigen die Anforderungen an die Einsatzkräfte. Hinzu kämen neue Einsatzgebiete, wie der Flughafen BER, der auch neue Aufgabengebiete mit sich bringe.

Um den Erfordernissen nach mehr Lagerkapazitäten nachzukommen und die Rahmenbedingungen für die Ausbildung zu verbessern, sollen in dem zweigeschossigen Neubau unter anderem Schulungsräume und ein Atemschutzlager entstehen. Dazu lobte der Landkreis extra einen Architektenwettbewerb aus. Ihn gewann das Institut für Neue Industriekultur aus Cottbus.