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| 17:51 Uhr

Abi - wie weiter?
Schüler schauen Redakteuren genau auf die Finger

Schüler des Bohnstedt-Gymnasiums nutzen Gespräche mit Betrieben und Hochschulen, um mehr Informationen für die Berufswahl einzuholen.
Schüler des Bohnstedt-Gymnasiums nutzen Gespräche mit Betrieben und Hochschulen, um mehr Informationen für die Berufswahl einzuholen. FOTO: LR / Anja Brautschek
Luckau. Luckauer Gymnasiasten erkunden in der Projektwoche „Abi – wie weiter?“ verschiedene Berufsfelder. Trainiert wird außerdem das Schreiben von Bewerbungen. Von Anja Brautschek

Es ist eine Frage, die sich jeder Schüler früher oder später stellen muss: Wie geht es weiter nach meinem Schulabschluss? Ob Ausbildung in der Wirtschaft, handwerklicher Beruf, sozialer Einsatz in Kita und Schule oder Studium – den Jugendlichen stehen alle Türen offen. Allein in der Region gibt es zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf. Da fällt die Entscheidung oft nicht leicht.

Einen Einblick in verschiedene Branchen und Berufsfelder erhalten die Schüler des Bohnstedt-Gymnasiums traditonell kurz vor den Sommerferien. Am Montag und Dienstag haben sich Firmen-Mitarbeiter, Hochschulabsolventen und Betreuer der Agentur für Arbeit bei den Zehnt- und Elftklässlern vorgestellt. Sie stehen den Jugendlichen Rede und Antwort über ihren Berufsalltag und erläutern verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten. „Wir haben rund 100 Betriebe angefragt und sind dabei auf die Interessen der Schüler eingegangen“ sagt Lehrerin Petra Krause. Etwa die Hälfte habe zugesagt. Vor allem Bewerbungstrainings oder psychologische Tests, die die Agentur für Arbeit anbietet, seien gefragt.

Aber auch viele hier ansässige Unternehmen nutzen die Möglichkeit, mit den Nachwuchskräften von morgen ins Gespräch zu kommen – ob Polizei oder BTU, Wirtschaftsunternehmen oder Kreisverwaltung. Auch die LAUSITZER RUNDSCHAU hat den Beruf des Redakteurs vorgestellt. Reporterin Anja Brautschek erklärt den Jugendlichen, was den Beruf ausmacht und worauf es ankommt. Der Lokaljournalismus zeichnet sich besonders durch seine Vielseitigkeit aus. Die Redakteure vor Ort schreiben über alle Themen, die in den Städten und Gemeinden bewegen: Kultur, Politik, Wirtschaft, aber auch persönliche Schicksale.

„Wer entscheidet, was in den Lokalteil der Zeitung kommt“, wollen die Jugendlichen daraufhin wissen. Die Redakteure selbst sind für die Inhalte verantwortlich, erfahren sie. Journalisten verfassen nicht nur Texte und machen Fotos, sie wählen darüber hinaus auch für den Leser relevante Themen aus. In täglichen Redaktionssitzungen werden diese dann mit dem Newsdesk, wo sowohl Mantel- als auch Lokalredaktion und Online-Kompetenzen gebündelt und koordiniert werden, abgesprochen.Erstaunt sind die Jugendlichen ebenfalls über die Vielzahl an Einstiegsmöglichkeiten. Ob Studium, Volontariat oder Praktikum – je nach Anspruch gibt es verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten.

Diese individuellen Eindrücke sollen die Jugendlichen bei der Berufswahl unterstützen. „Zu Tagen der offenen Tür ist oft so viel los, dass dieser tiefe Einblick kaum möglich ist“, beschreibt Petra Krause die Idee.