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| 17:24 Uhr

In der Kulturkirche
Berührende Einstimmung

Mit seinem besinnlich-stimmungsvollen Programm bot der Luckauer Kammerchor Cantemus den Zuhörern im Klostersaal der Kulturkirche berührende Momente des Innehaltens.
Mit seinem besinnlich-stimmungsvollen Programm bot der Luckauer Kammerchor Cantemus den Zuhörern im Klostersaal der Kulturkirche berührende Momente des Innehaltens. FOTO: Birgit Keilbach
Luckau. Luckauer Kammerchor „Cantemus“ bewegt mit besinnlichem Adventskonzert die Herzen.

. Der Advent ist für die meisten Menschen vollgepackt mit Vorbereitungen für das kurz bevorstehende Weihnachtsfest. Da ist es schwer, die Zeit für einen Moment des Innehaltens und der Stille zu finden. Am Freitagabend jedoch erlebten ihn die Zuhörer im vollbesetzten und passend dekorierten Klostersaal der Luckauer Kulturkirche.

Unter das Thema „Oh Magnum Mysterium“ – Oh großes Geheimnis – hatte der Kammerchor „Cantemus“ sein Adventskonzert in diesem Jahr gestellt. 90 Minuten lang verzauberten die Sängerinnen und Sänger mit ihren exzellenten Stimmen in unterschiedlichen Gruppierungen das aufmerksam zuhörende Publikum. In der sehr guten Akustik des Kirchenraumes erlebte dieses eine sinnliche Einstimmung auf den Advent.

Beginnend mit verschiedenen Marienliedern, von denen es unzählige in vielen Sprachen der Welt gibt, erzählten sie die Geschichte bis zum „Magnum Mysterium“, der Menschwerdung Gottes. Neben bekannten deutschen Advents- und Weihnachtsliedern brachte der Chor wiederum einige aus anderen Ländern zu Gehör, die durchaus auch mal mit beschwingtem Rhythmus daher kommen.

Drei Varianten des Weihnachtsklassikers „Stille Nacht, heilige Nacht“, boten ein weiteres Hörerlebnis. Ebenso das perfekt ins Programm eingebettete Instrumentalstück von Antonio Vivaldi, dargeboten von Hermine Wenzel und Maria Schöne (Violine) und Silke Barteczko (Klavier). Instrumentale Begleitung durch die Violinen, Blockflöte (Isabella Schöne), Kontrabass (Emely Brümmer) sowie Klavier (Annemarie Zackor) unterstrich die Wirkung des Chorgesanges an verschiedenen Stellen des Konzertes.

Norbert Bauer bereicherte das Programm mit passender Moderation, die wohl für die meisten im Saal wieder einige noch unbekannte Aspekte benannte. Beispielsweise jenen, dass die „Stille Nacht“ inzwischen in mehr als 300 Sprachen und Dialekte übersetzt wurde und dass Martin Luther rund 30 Weihnachtslieder getextet oder zumindest bearbeitet hat. Dass er das Christkind erfunden hat, sei wohl eher zweifelhaft, „Er hat vermutlich den Christensohn gemeint, aus dem dann später das Christkind wurde“, erklärte Norbert Bauer. Dieses bringe inzwischen bei den katholischen Christen die Gaben, während bei den Protestanten der Nikolaus zum Weihnachtsmann mutierte.

Mit einem Ausschnitt aus dem Weihnachtsoratorium erhielt das Konzert einen klangvollen Abschluss mit Halleluja und instrumentaler Begleitung. Natürlich mussten die Zuhörer auch in diesem Jahr nicht auf das gemeinsame Singen der Weihnachtslieder verzichten.

Das gehörte für Carmen Schniese mit zum Schönsten am Konzerterlebnis, das sie bereits im vorigen Jahr „als wunderschöne Einstimmung auf die Adventszeit“ erlebte. Vor allem die Abwechslung gefiel der Wildau-Wentdorferin: „Gänsehaut habe ich bei dem Instrumentalstück bekommen. Der Rhythmus des afroamerikanischen Weihnachtsliedes hat mich wiederum an Gospel erinnert.“

Martina Klauke erlebte das Adventskonzert zum ersten Mal. „Es sind sehr schöne Stimmen dabei und sie haben ihr Programm sehr passend auf die Weihnachtszeit bezogen, das war ganz toll“, erklärte die Luckauerin.

Für Ursula Rode aus Uckro gehört das Cantemus-Konzert zum festen Bestandteil der Vorweihnachtszeit. „Diesmal haben mir die Instrumente zum Gesang besonders gut gefallen und wenn es ganz still wurde im Konzertsaal, das waren für mich Gänsehaut-Momente.“

Auch Hildegard Hedel, die selbst im Langengrassauer Gesangverein „Frohsinn“ 1877 singt, lässt sich seit vielen Jahren kein Adventskonzert von „Cantemus“ entgehen. „Sie haben so schöne, saubere Stimmen“ schwärmt sie bewundernd und fügt an: „Das Programm war wieder wunderschön zusammengestellt und locker moderiert.“