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Berliner Diebesbande mit Cannabisplantage in Luckau

Polizeieinsatz
Polizeieinsatz FOTO: Fotolia (119503218)
Luckau. Die Berliner Kriminalpolizei hat am Mittwoch in Luckau zugeschlagen. Bei Ermittlungen gegen eine Diebesbande stießen sie auf eine Cannabisplantage. bob

Ein Aufgebot von Polizei-Autos hat am Mittwochnachmittag in Luckau für Aufsehen gesorgt. Doch nicht die Brandenburger Beamten waren in der Langen Straße am Werk sondern ihre Kollegen aus Berlin. Wie Heidi Vogt, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums in Berlin, am Donnerstag bestätigte, richtete sich der Einsatz gegen zwei Mitglieder einer vierköpfigen mutmaßlichen Diebesbande. Die beiden, ein 30-jähriger Mann und seine 22 Jahre alte Schwester, wurden bereits Dienstagnacht in Berlin-Wilmersdorf festgenommen. Im Zuge der Ermittlungen stießen die Kriminalpolizisten dann auch auf das Häuschen in Luckau.

"In einem Einfamilienhaus in Luckau wurde eine Cannabisplantage entdeckt, welche der verdächtigten Gruppe zugeordnet werden konnte", so Heidi Vogt. Gefunden wurden 174 Pflanzen und 120 Setzlinge.

Für die Polizei war das nur ein Nebeneffekt. Eigentlich ging es um Angriffe auf Berliner Fahrscheinautomaten. Nach umfassenden Ermittlungen konnten den beiden Geschwistern sechs versuchte und 38 vollendete Aufbrüche von BVG-Automaten zugewiesen werden, aus denen sie zusammen mit zwei mutmaßlichen Mittätern eine fünfstellige Geldsumme erbeutet haben sollen. "Bei anschließenden Durchsuchungen von fünf Wohnungen und Aufenthaltsadressen fanden die Ermittler neben umfangreichen Beweismitteln auch fünf scharfe Schusswaffen mit zugehöriger Munition", so die Info der Berliner Polizei.

Es ist die zweite Cannabisplantage, die innerhalb einer Woche in der Lausitz ausgehoben wurde. Erst vor einer Woche hatten Polizeibeamte auf dem Gelände der ehemaligen Post in Falkenberg (Elbe-Elster) eine professionelle Aufzuchtanlage entdeckt. Laut Polizeiangaben hat die Plantage einen Gesamtwert von etwa 50 000 Euro.