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| 01:04 Uhr

Bei SportWelt noch mehr möglich, aber...

Dahme.. Vor zehn Monaten wurde der Sportverein TSV Empor Geschäftsbesorger für die SportWelt, nachdem die Stadt als Eigentümer des Objekts zum 31. August 2002 den Pachtvertrag mit der Wohnungsbau und Verwaltungs GmbH aufgehoben hatte. Carmen Berg

Jüngst ging Ralf Fege, Vereinsvorsitzender des TSV Empor, vor den Stadtverordneten ein auf Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem ersten Jahr.

Wo Reserven liegen
Man bewege sich im vor zehn Monaten aufgestellten Planansatz, sagt er. So habe man im Bereich des Vereinssports eine 90prozentige Auslastung erreicht. Tennis, Handball, Fußball, Volleyball, Aerobic werden in der SportWelt betrieben. Ein wichtiges Standbein sei der Schulsport. Die private Nutzung sei jedoch noch nicht in der Form, wie es wünschenswert wäre.
Ralf Fege nannte einige Aspekte beim Namen, die aus Sicht des Vereins die Wirtschaftlichkeit hemmen. So seien die Ausgaben für Energie, bedingt durch bautechnische Gründe, ein entscheidender Kostenfaktor. Zudem sei es mitunter problematisch, Tennis- und Ballsporthalle nebeneinander zu vermieten wegen der Lärmbeeinträchtigung.
Wolle man weitere Verbesserungen für die SportWelt erreichen, sei das nur möglich mit entsprechenden Investitionen, ist man bei Empor überzeugt.
Als eine Reserve sieht Fege die Mehrzwecknutzung. Dazu sei jedoch ein Schutzboden nötig. Bislang hätten Fremdveranstalter den Boden mitgebracht. Bei entsprechenden Bedingungen seien künftig größere Sportevents in der SportWelt möglich, mit Ausstrahlung weit über die Stadtgrenzen hinaus. Ralf Fege erinnerte daran, dass Dahme im nächsten Jahr beispielsweise Gastgeber für die Landesmeisterschaften der Spielmannszüge ist.
Sehr positiv entwickle sich der Tennissport, sagte der Vereinschef. Dem könnten die angestrebten Außenplätze zwischen Halle und Sportplatz weiteren Aufwind geben.
Aus Sicht des TSV Empor sollte darüber nachgedacht werden, die Bewirtschaftung von SportWelt und Sportplatz in eine Hand zu geben. Zum anderen regte Fege das Nachdenken darüber an, die Trägerschaft über die SportWelt von der Stadt auf das Amt zu übergeben. Kommen doch die Nutzer aus dem gesamten Umland. Und angestrebte höhere Ziele in der Auslastung „würden sich nur über bestimmte Investitionen realisieren lassen“ , wozu des breiterer Schultern bedarf.
Amtsdirektor Frank Pätzig unterstützte die Ausführungen. Bei den Energiekosten werde gegenwärtig nach Wegen gesucht. „Wir müssen jedoch sehen, ob es uns gelingt, Mittel freizumachen“ , so Pätzig.

An einem Strang
Auch er plädiert für eine Verteilung der Verantwortung auf breitere Schultern. Eine Variante könnte sein, dass das Amt Träger wird. Ebenso für denkbar hält Frank Pätzig, „dass sich die Gemeinden an der Defizitfinanzierung beteiligen“ . Es sei bei anderen Dingen, so bei den Schulen, gelungen, dass alle an einem Strang ziehen, sagt der Amtsdirektor.
Einen Aufschwung bei den Nutzern erhofft man sich im Rathaus durch den Fläming-Skate, der innerstädtisch unmittelbar an der SportWelt vorbeiführen soll. Es komme damit potenziell ein Klientel in die Stadt, das sportlich interessiert sei.