Kleingärtner Andreas Reichelt (41) stieg aber nicht allein der Qualm in die Nase: „Uns wird verboten, Gartenabfälle selbst in kleinen Mengen zu verbrennen und der Bauhof darf die Luft verpesten. Ich werde bestraft und die können machen, was sie wollen“ , ärgert sich Reichelt. „Das darf doch nicht wahr sein.“ Der Luckauer kramt ein Schreiben vom Ordnungsamt hervor. Reichelt wurde zu einem Verwarngeld von 15 Euro verdonnert, weil er Ende November in seinem Garten im Hain diverse Grünabfälle und grüne Tannenzweige verbrannt hatte. „Der Haufen war so klein, der passte auf einen Schreibtisch“ , ergänzt Andreas Reichelt.
„Das Problem ist offensichtlich, dass Herr Reichelt damals grünes Zeug verbrannt hat“ , reagiert Haupt- und Ordnungsamtsleiter Gerald Lehmann. Es müsse im November „schon extrem gewesen sein“ , sonst wäre der Kleingärtner nicht bestraft worden. Doch Gerald Lehmann kann nur mutmaßen, denn er kam nach eigenen Angaben gestern an die Reichelt-Akte nicht heran. „Wäre Herr Reichelt aber nicht von der Stadt, sondern vom Landkreis belangt worden, wäre es viel teurer geworden“ , fügt Lehmann an.
Dass die Bauhof-Mitarbeiter gestern „möglicherweise zu viel mit einmal wollten, die Kollegen nicht die nötige Umsicht walten ließen und die Windrichtung nicht richtig beachteten“ , will der Ordnungsamtschef nicht ausschließen. Es sei aber nur trockenes Material, „das nicht geschreddert werden konnte“ , verbrannt worden. Wer etwas anderes behauptet, könne die Stadt anzeigen, müsse den Vorwurf aber beweisen, so Lehmann.
Das dürfte allerdings schwer fallen - angesichts dessen, dass das Bauhof-Gelände eingezäunt ist.
Außerdem sei das Feuer mit dem kreislichen Umweltamt abgesprochen worden, ergänzt der Amtsleiter.