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Basteln, Spielen und ein Gespenst

Mit hereinbrechender Dunkelheit begann für die Jüngsten der Waldspaziergung mit Lampions. Tobias Gajewski begleitete den Zug musikalisch auf dem Akkordeon.
Mit hereinbrechender Dunkelheit begann für die Jüngsten der Waldspaziergung mit Lampions. Tobias Gajewski begleitete den Zug musikalisch auf dem Akkordeon. FOTO: bkh1
Gehren. Fröhliche Stimmung in der Gaststätte an der Gehrener Waldbühne: Zum sechsten Mal veranstaltet der Förderverein "Kultur im Wald" sein beliebtes Laternenabenteuer. Eltern und Großeltern sind dazu am vergangenen Freitagabend mit Kindern und Enkeln gekommen. bkh1

Rappelvoll ist es im Saal. Während die einen mit Daniel Pospischil zur Musik tanzen, lustige Spiele spielen, sitzen die anderen am Basteltisch. Herbstfiguren aus bunt gefärbten Blättern entstehen. Kürbisse bekommen lustige Gesichter. Heidrun Felix hilft gemeinsam mit den Erzieherinnen der Kita "Waldkobolde" beim Basteln.

Schnell vergeht die Zeit. Schon ruft Brigitte Neumann zum Sammeln. Darauf haben die Kinder nur gewartet. Mit ihren Lampions und Taschenlampen stellen sie sich in langer Reihe auf. Auf dem Akkordeon stimmt Tobias Gajewski "Hänschen klein, ging allein…" an und der Lampionzug setzt sich in Bewegung. Hoch hinauf führt der Weg durch den dämmerigen Wald. Dort angekommen, entdecken die ersten das kleine Spukgespenst, wie es von Baum zu Baum huscht. Während die Kleinen vor Aufregung große Augen bekommen, diskutieren die älteren Kinder die Frage, ob ein Gespenst Beine hat und Schuhe anhaben darf. Doch schnell wird ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt. Ganz still wird es. Brigitte Neumann hat eine neue Geschichte über das kleine Spukgespenst mitgebracht. "Es will auch mal ein Laternenfest feiern", erzählt sie. Deshalb beobachte es heute die Kinder ganz genau. Die sind aus dem Häuschen, als sie auf dem Weg das Gespenst noch einmal entdecken. Immer dunkler wird es, langsam steigen alle wieder hinab zur Waldbühne. Dort hat die freiwillige Feuerwehr schon mehrere Feuerschalen vorbereitet - zum Stockbrotbacken.

"Das Gespenst hatte eine weiße Farbe", erzählt die dreijährige Charlotte Albrecht aufgeregt. Ihre vierjährige Schwester Matilda hat aus einem Kürbis ein Schwein gebastelt.

"Wir sind zum ersten Mal hier und ich fand das Programm im Saal ganz toll. Der Animateur hat die Kinder richtig begeistert", sagt ihre Mutter Kathleen Albrecht. Auch Sascha Vogel ist mit seinem Sohn Mats erstmals dabei. "Es ist schon ein richtiges Abenteuer für die Kinder. Die Strecke ist nicht zu lang und die Geschichte mit dem Gespenst macht es interessant und aufgelockert", sagt der Gehrener. Evelin und Berno Kahlmann haben mit Enkeltochter Catinka den Abend erstmals erlebt. "Mit dem Licht der Lampions ist es ein wunderschöner Spaziergang durch den Wald", resümieren die Großeltern aus Schlabendorf am See.