| 02:40 Uhr

Barocke Vielfalt in der Schinkelkirche

Das neue Barocktrio aus Berlin öffnete die Straupitzer Schinkelkirche und die Herzen der Zuhörer.
Das neue Barocktrio aus Berlin öffnete die Straupitzer Schinkelkirche und die Herzen der Zuhörer. FOTO: Jürgen Harnath/jhh1
Straupitz. Im vergangenen Jahr ist im Land Brandenburg mit den "Kulturfestspielen Schlösser und Gärten der Mark" ein neues Projekt ins Leben gerufen worden. Herrenhäuser, Schlösser und Gärten sollen mit anspruchsvollen Veranstaltungen belebt werden. jhh1

War 2016 das Lübbener Schloss einer der Konzertorte, machten die Kulturfestspiele am Wochenende in der Straupitzer Schinkelkirche Station. Das "Neue Barocktrio Berlin" lud mit dem Programm "Wettstreit vierer Nationen/Historische Virtuosität des alten Europas" ein. Sarah Perl (Viola da Gamba), Christoph Timpe (Violine) und Arno Schneider(Cembalo) vereint, bei allen unterschiedlichen musikalischen Aktivitäten und Erfahrungen, die gemeinsame Liebe zur Barock- und Kammermusik. Sarah Perl studierte Viola da Gamba, in Würzburg, Berlin und Bremen. Zahlreiche Konzerte, aber auch Rundfunk-und CD-Aufnahmen spielte sie als Solistin unter anderem mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem Gesualdo Consort Amsterdam oder dem Ars Nova Kopenhagen. Arno Schneider studierte Kirchenmusik und Cembalo. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Universität der Künste Berlin konzertiert er regelmäßig mit bekannten Chören und Orchestern. Zum Beispiel mit den Berliner Philharmonikern oder der Staatskapelle Dresden. Christoph Timpe hat Musikwissenschaft und Ingenieurwesen studiert. Seit 1991 widmet er sich ausschließlich der Barock-Violine. Vor allem mit dem von ihm in Rom gegründeten Ensemble Accademica per Musika wurde er bekannt.

Im Straupitzer Programm konkurrierten die großen Musik-Nationen des Barocks, Italien, England, Frankreich und Deutschland miteinander. So konnten die Besucher Werke von Arcangelo Corelli (Italien), John Stanlay (England), Antoine Forqueray (Frankreich) und Johann Sebastian Bach (Deutschland) genießen.

Gerade bei jungen Leuten soll mit dieser neuen Konzert-Reihe das Interesse an den kulturellen Schätzen der Mark geweckt werden. Gleichzeitig sollen fachkundige Führungen durch das historische Kulturerbe das Interesse an der regionalen Geschichte und Kultur wecken. In diesem Jahr wird es 28 Konzerte geben. Die künstlerische Leitung hat wiederum Anna Barbara Katelewicz. "Es geht nicht darum, mit anderen großen Musikfestivals zu konkurrieren. Es geht darum, mit einer hochwertigen Konzertreihe das vorhandene historische Kulturgut in ganz Brandenburg zu beleben." erläuterte der Vorsitzende des Vereins, Cord Schwartau.

Nächste Stationen: 6. Mai: Schloss Felchow - Solisten des Rundfunkchor Berlin "Tod und Auferstehung". 7. Mai: Schloss Wolfshagen - Kastelewicz "Der Frühling spielt die erste Geige", 21. Mai: Burg Storkow - some handsome hands "3 Damen und 1 Flügel"