Das sei den beginnenden umfassenden Rekonstruktionsarbeiten am Bahnhof Schöneweide einerseits als auch den Vorarbeiten zur gründlichen Umgestaltung des Berliner Ostkreuzes geschuldet, erklärt auf RUNDSCHAU-Nachfrage Burkhard Ahlert, Regional-Sprecher Berlin-Brandenburg-Mecklenburg-Vorpommern der Deutschen Bahn. Der S-Bahn-Verkehr sei dann aber noch nicht betroffen. Wer von Königs Wusterhausen zum Ostbahnhof, Alexanderplatz oder Bahnhof Zoo möchte, der steige in Königs Wusterhausen in Züge des Regionalexpresses 2 oder nutze die S-Bahn bis Baumschulenweg und dann einen Zug der S-Bahn-Linie 9 in Richtung Wannsee.
Es ist also nicht so, dass der Spreewald von Berlin „abgekoppelt“ wird, wie einige befürchten. Die Regionalbahn-Linie 14 bekommt sogar eine attraktivere Strecke als bisher. Bis Königs Wusterhausen fährt sie wie gewohnt.
Dann rollt sie weiter - endet also nicht in KW - über Berlin-Schönefeld, Michendorf, Potsdam-Charlottenhof bis zum Potsdamer Hauptbahnhof. Zwischen Lübben und Potsdam-Hauptbahnhof braucht man mit der Regionalbahn etwa eineinhalb Stunden Fahrzeit.
Mit der neuen Verbindung ab Fahrplanwechsel Mitte Dezember eröffnen sich für Spreewälder neue Ausflugsmöglichkeiten. Wer Lust hat, sich den Flughafen Berlin-Schönefeld näher anzusehen oder gar von dort in die weite Welt starten will, der kommt mit der dann wie bisher stündlich verkehrenden Regionalbahn leichter hin.
Der dann von Lübben aus per Zug erreichbare Bahnhof Potsdam-Charlottenhof ist nur einen Katzensprung vom Schlosspark Sanssouci entfernt. Vom Potsdamer Hauptbahnhof hat man Anschluss an alle regionale Verbindungen in der Landeshauptstadt, und wer ein Brandenburg-Ticket gelöst hat, der hat auf allen Potsdamer Bus- und Straßenbahn-Linien ohnehin den ganzen Tag freie Fahrt.
In der Gegenrichtung hat die neue Führung der Regionalbahn-Linie 14 auch ihren Charme: Sie lädt die Potsdamer förmlich zu einem Ausflug ohne Hindernisse in den Spreewald ein - man ist ja rasch und ohne Umsteigen da. (ds)