ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 00:00 Uhr

Bahntrasse: Altgolßen kann aufatmen

Golßen. Für die Streckenführung der künftigen Umfahrung des Bahnübergangs am Golßener Bahnhof hat die Deutsche Bahn AG der Stadt und dem Amt Golßener Land jetzt eine neue Variante vorgelegt. "Darin ist der Vorschlag der Altgolßener Einwohner eingearbeitet worden", informierte Bauamtsleiterin Katja Maraszek den Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung. Birgit Keilbach/bkh1

Zurzeit rollt der Verkehr von Golßen nach Altgolßen auf der Landesstraße 711 geradeaus über den Bahnübergang. Mit dem geplanten Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Dresden soll der Übergang für den Autoverkehr geschlossen werden. Deshalb muss der Verkehr künftig auf einer neuen Strecke von und zur B 96 geführt werden. Auf der Bundesstraße soll der vorhandene Bahnübergang durch eine Brücke ersetzt werden.

Wie es die Dorfgemeinschaft Altgolßen im August vergangenen Jahres vorgeschlagen hatte, werde die neue L 711 vor der Ortslage hinter dem Betriebsgelände der Emsland Aller Aqua GmbH beginnen. "Sie führt dann weiter in zwei Bögen um das Gewerbegebiet des Iden-Logistikcenters herum und wird dahinter an die B 96 angebunden, informierte Katja Maraszek. Damit werde dem Wunsch der Einwohner des Golßener Ortsteils entsprochen. Diese sahen insbesondere in den Belastungen durch den Lkw-Verkehr von und zur Emsland Aller Aqua GmbH eine Beeinträchtigung des Ortsbildes und der Infrastruktur des Dorfes. Die ursprüngliche Variante hatte vorgesehen, dass die Umfahrung von der Bundesstraße 96 in Richtung Mahlsdorf und weiter über die Poststraße führen sollte. Diese jedoch mündet in der Mitte des Dorfes.

Für die Fußgänger und Radfahrer werde Maraszeks Angaben zufolge eine barrierefreie Personenunterführung am Golßener Bahnhof gebaut, durch die Reisende zu den Bahnsteigen gelangen könnten. Der Bauausschuss habe die jetzt vorgestellte Variante befürwortet. Sie wird auch den Stadtverordneten auf ihrer nächsten Sitzung zur Beratung vorliegen. Das Bauamt werde in seiner Stellungnahme noch die notwendigen Details der Erschließung betrachten, so Maraszek.