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| 02:46 Uhr

Bahnbrücke in Pitschen-Pickel wird teuer für Heideblick

Am künftigen Brückenbaustandort in Pitschen-Pickel sind die Bäume bereits gefällt.
Am künftigen Brückenbaustandort in Pitschen-Pickel sind die Bäume bereits gefällt. FOTO: B. Keilbach/bkh1
Pitschen-Pickel. Wo die Brücke über die Gleise im Heideblicker Ortsteil Pitschen-Pickel künftig entlang führen wird, ist schon gut erkennbar. Die Bäume sind gefällt. B. Keilbach/bkh1

Ab August soll die Bahnstrecke gesperrt und mit dem Ausbau auf Tempo 200 begonnen werden.

Großer Brocken Eigenanteil

Für die Gemeinde Heideblick wird das Bauwerk teurer als ursprünglich prognostiziert, wie Bürgermeister Frank Deutschmann (parteilos) auf einer Einwohnerversammlung darlegte. So habe sich die Gesamtsumme um rund eine Million Euro auf 3 327 900 Euro erhöht. Davon muss die Gemeinde einen Eigenanteil von rund 1,1 Millionen Euro tragen. "Selbst bei einem Zuwendungsbescheid von 90 Prozent Förderung bezahlen wir noch rund 776 000 Euro für die Brücke, denn es gibt eine Reihe von Ausnahmen, die nicht in die 90-prozentige Förderung fallen", erläuterte der Bürgermeister. Da sich auch die Kosten für die Bahnunterführung in Walddrehna deutlich erhöht hätten, werde die Gemeinde insgesamt einen Eigenanteil von mehr als einer Million Euro zu stemmen haben. Daher werde Heideblick um eine Kreditaufnahme nicht herumkommen, was angesichts des ohnehin defizitären Gemeindehaushaltes von der Kommunalaufsicht genehmigt werden müsse, ergänzte er.

Bestandsaufnahme vor dem Bau

Für die Einwohner steht noch eine weitere Problematik im Zusammenhang mit den Bauarbeiten im Fokus - wie und von wem auftretende Schäden an Häusern, auf den Straßen und Gehwegen behoben werden. "Wird vor dem Bau eine Bestandsaufnahme gemacht?", fragte Einwohner Heinz Lieke. Das sei von der Gemeinde sowie von einzelnen Bürgern während des Planfeststellungsverfahrens gefordert worden, antwortete die Ortsvorsteherin und Vorsitzende der Gemeindevertretersitzung Renate Kalweit (AWGH). "Dennoch ist jeder gut beraten, das selbst auch zu tun", so Renate Kalweit

Zudem sollten die Pitschen-Pickler während der Bauphase stets ein offenes Ohr und Auge haben und Beschädigungen zeitnah melden. "Es darf keine Meckerei sein, sondern wir brauchen fundierte Angaben mit Fahrzeug-Kennzeichen, Foto und Zeugen", sagte sie. Dafür könne auch das Bürgerportal "Maerker" auf der Internetseite der Gemeinde genutzt werden.