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| 02:49 Uhr

Bärchen für den Bischof

Walddrehnaer in der Ausstellung von Kathrin Ollroge.
Walddrehnaer in der Ausstellung von Kathrin Ollroge. FOTO: be
Zwei kleine Künstler musizieren für einen großen: Die neunjährige Marie Antoinette Litta und der zehnjährige Max Albert aus Bischdorf haben in dieser Woche dem Vetschauer Maler Siegfried Engelmann eine Freude bereitet, als sie die Eröffnung seiner neuesten Ausstellung im Medizinischen Zentrum Lübbenau begleitet haben. Die beiden spielten auf der Geige und dem Klavier und bekamen ordentlich Beifall. hk be be

Woher sie nur ihre musikalische Begabung haben? Opa Hugo Murrer weiß es auf Anhieb: vom Opa! Denn der singe noch immer im Rentnerchor, wie er sagt, und habe früher im Bischdorfer Gesangsverein seine Stimme erhoben. Seine beiden Enkel besuchen die Musikschule und räumten bei "Jugend musiziert" im vergangenen Jahr Silber ab.

Während eines Forums in dieser Woche mit Elftklässlern am Luckauer Bohnstedt-Gymnasium stand am Platz von Bischof Markus Dröge nicht nur die obligatorische Flasche Wasser, sondern auch ein Schälchen mit Gummibärchen. Diese Geste verdankte der Oberhirte der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg/Schlesische Oberlausitz einem ehrlichen Bekenntnis, das er anlässlich seiner Wahl in dieses Amt bei einer Pressekonferenz gemacht hatte. Auf die Frage, ob der neue Bischof Laster habe, nannte Dröge die bunte Leckerei. Seither bekomme er so viele Gummibären-Tüten geschenkt, dass er sich schon lange keine mehr selbst kaufen musste, sagte er und schmunzelte dazu.

Bei der Einwohnerversammlung zur Integration von Flüchtlingen in Walddrehna drängten sich die Interessierten vor einem Häuschen aus durchsichtiger Folie, das die Fotokünstlerin Kathrin Ollroge in der Turnhalle aufgebaut hatte. Darin ausgestellt waren Bilder aus dem vergangenen Oktober, auf denen sich mancher wiedererkannte. In einem Projekt "Raum für Gedanken" hatte Kathrin Ollroge die Menschen gebeten, in eben jenem "Wohnzimmer" aufzuschreiben, was sie zum Leben mit Flüchtlingen bewegt und die Aussagen mit Bildern illustriert. Neben der Ausstellung ist ein Bildband erschienen, in dem neben Heideblicker Ansichten auch solche aus Luckau und Königs Wusterhausen festgehalten sind. Erhältlich ist der Band bei der Fotokünstlerin, Mail: kathrin.ollroge@raum-fuer-gedanken.com. Demnächst plant die Potsdamerin zudem, noch einmal wiederzukommen. Dann will sie für ihr Projekt Flüchtlinge nach deren Sicht der Dinge fragen.