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| 02:43 Uhr

Bäckerei ist mehr als Brot und Kuchen

Zum Zukunftstag in der Luckauer Bäckereifiliale Bubner gehörte für Michele Sophie Löschau und Leon Huxol auch, einen Eisbecher nach Anleitung durch Sabine Branig (Mitte) mit allem Drum und Dran zu füllen. Den konnten sie sich zum Abschluss schmecken lassen.
Zum Zukunftstag in der Luckauer Bäckereifiliale Bubner gehörte für Michele Sophie Löschau und Leon Huxol auch, einen Eisbecher nach Anleitung durch Sabine Branig (Mitte) mit allem Drum und Dran zu füllen. Den konnten sie sich zum Abschluss schmecken lassen. FOTO: Keilbach/bkh1
Luckau. Brezeln und Laugenstangen backen, einen Wrap wickeln, einen "Krümelmax" fertigen und einen Eisbecher füllen – die Tätigkeiten in einem Bäckereigeschäft sind vielfältig. Diese Erfahrung machten Michele Sophie Löschau und Leon Huxol beim gestrigen Zukunftstag in der Luckauer Filiale der Bäckerei Bubner. Birgit Keilbach

Vorsichtig schiebt Leon Huxol das Blech voller Laugenbrezeln weit hinein in den vorgeheizten Backofen. So ist noch Platz für ein zweites Blech mit Laugenstangen, das Michele Sophie Löschau vorbereitet hat. Die Schönwalderin besucht die achte Klasse am Luckauer Bohnstedt-Gymnasium und hat sich im Internet die Bäckereifiliale für den Zukunftstag ausgesucht. "Ich wollte schon immer sehen, was dort hinter dem Ladentisch alles gemacht wird", begründet die 13-jährige Schülerin ihre Wahl. Das interessierte auch Leon Huxol, der an der Otto-Unverdorben-Oberschule in Dahme die siebte Klasse besucht.

Frische Zubereitung überrascht

"Ich hatte nicht erwartet, dass hinten noch eine Küche ist, in der frisch gekocht wird und dass man hier Wraps macht", sagt der 13-jährige Zützener. Diesen Snack fertigten die zwei Schüler als Erstes an ihrem Zukunftstag an. "Wir haben ihn mit Käsesoße bestrichen und dann mit Salat, Putenbrust und Paprikawürfeln gefüllt", erzählt Leon. "Und es hat uns Spaß gemacht", ergänzt Michele Sophie.

Dass die Brötchen hier noch gebacken werden, ist eine Erkenntnis, die sie bereits gewonnen hat. "Ich dachte, sie kommen schon fertig gebacken in die Filiale und habe gestaunt, wie klein sie gefrostet sind", erzählt die Gymnasiastin. Auch den "Krümelmax" fertigten die zwei erst in der Filiale an. Als er etwas abgekühlt ist, gibt ihnen Bäckerei-Mitarbeiterin Sabine Branig Siebe und Puderzucker, den sie über die Streusel stäuben. Dann lösen sie die kleinen Kuchen vorsichtig aus den Formen und platzieren sie auf einer Platte, die Leon in den Verkaufsraum bringt. "Das macht ihr sehr gut", lobt Sabine Branig.

Interesse am Beruf wecken
Die Bäckerei beteiligt sich seit 2013 am Zukunftstag. "Wir wollen damit bei den Schülern das Interesse für den Beruf des Bäckereifachverkäufers wecken und ihnen die Vielseitigkeit zeigen", sagt die Mitarbeiterin. Dazu würden Einblicke in die Geschichte der Bäckerei gehören, was in den Produktionsräumen alles zu beachten ist und wie breit das Sortiment gefächert ist.

Sabine Branig gefällt, dass es den Schülern sichtlich Freude macht. "Wenn ihr 16 Jahre alt seid, könnt ihr am Wochenende helfen kommen", gibt sie ihnen einen Tipp.

Weil zum Sortiment auch Eisbecher gehören, dürfen sich die zwei Zukunftstag-Praktikanten diese leckere Erfrischung nach ihren Wünschen zusammenstellen. "Es gehören immer fünf Komponenten dazu", erläutert Sabine Branig. Das können Eiskugeln, Sahne, Früchte, Schoko- oder Fruchtsoße oder Eierlikör sein. Darüber hinaus gebe es noch den klassischen Eisbecher, ergänzt sie.

Es ist gar nicht so leicht, die Eiskugeln aus den Behältern zu lösen, stellen Michele Sophie und Leon fest, während sie ihre Becher an der Eistruhe füllen. Nach gut drei Stunden Arbeit in der Bäckereifiliale können sie sich das Eis schmecken lassen.

Der Blick hinter die Kulissen hat ihnen gezeigt, dass trotz moderner Maschinen noch viel Handarbeit in jedem Gebäck oder Imbissangebot steckt, bis es auf dem Ladentisch liegt.

Der Zukunftstag habe sich für sie gelohnt, sind sich beide einig. "Wir durften richtig mithelfen und haben viel gelernt", resümiert Michele Sophie Löschau.

Zum Thema:
2636 Mädchen und 2849 Jungen haben gestern beim 14. Zukunftstag in 514 Brandenburger Betrieben und Einrichtungen über berufliche Perspektiven Einblicke erhalten, wie das Brandenburger Arbeits- und das Bildungsministerium informieren. 27 Betriebe mehr als im Vorjahr hätten sich beteiligt, das sei die höchste Zahl seit 2007. Weitere Infos unter: www.zukunftstagbrandenburg.de .