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| 01:03 Uhr

Badfest soll trotz weniger Geld bleiben

Buckow.. 500 Euro kann der Ortsteil aus der Stadtkasse als Zuschuss für dörfliche Feste erwarten. „Das sind 100 Euro weniger als 2004, und es ist fraglich, ob wir uns zwei Feste weiter leisten können“ , so Ortsbürgermeister Werner Lehmann jüngst im Ortsbeirat. Carmen Berg

Bislang feierten die Buckower im Juli ihr Schwimmbadfest und im Herbst ihr Dorffest. Das Bad hat eine lange Tradition, es besteht seit 77 Jahren. Mehrfach stand es aus Kostengründen auf der Kippe, doch kämpften die Einwohner vehement um seinen Erhalt (die RUNDSCHAU berichtete).
Das Badfest, das zahlreiche Gäste aus nah und fern anlocke, sollte beibehalten werden, so war man sich im Ortsbeirat einig. „Wir müssen wieder auf Sponsoren hoffen“ , sagt Werner Lehmann. „Ohne unsere einheimischen Gewerbetreibenden gäbe es das Fest schon längst nicht mehr.“ Auch die Einwohner zahlen Eintritt, selbst Diejenigen, die beim Fest mitarbeiten, würdigt Lehmann das Engagement.

Die wenigsten Einnahmen
Vor den Bürgern legte er zugleich den Finger auf die Wunde. Seit der Gemeindeneugliederung hat die neue Großgemeinde Dahme drei Freibäder zu unterhalten. „Auf längere Sicht dürfte das kaum machbar sein“ , glaubt Werner Lehmann und stellt den Vergleich der Haushaltszahlen an. 12 300 Euro sind 2005 als Zuschussbedarf aus der Stadtkasse für das Buckower Bad geplant. Für das Bad im Ortsteil Wahlsdorf sind es 13 900 Euro und für das Bad im Ortsteil Dahme 39 700 Euro. Den Ausgaben stehen in Buckow geplante Einnahmen aus Benutzergebühren von 2600 Euro gegenüber. In Wahlsdorf sind es 6000 Euro und in Dahme 12 500 Euro.
Erhöht haben sich beispielsweise die Personalausgaben, nachdem die Gegebenheiten in Buckow denen in den anderen beiden Bädern angeglichen werden mussten, erklärt Werner Lehmann. In der ehemals selbständigen Gemeinde war die Abrechnung nach den geleisteten Stunden erfolgt. Jetzt laufe der Vertrag bereits vom 1. Mai bis zum Ende der Saison. Die umfangreichen Vorarbeiten zur Saison hatten die Buckower früher in Eigeninitiative erledigt. „Jetzt sind sie im Beschäftigungsverhältnis enthalten“ , sagt Werner Lehmann. Es sei „noch jede Menge zu machen, wenn wir am 1. Juni eröffnen wollen“ .
Unter anderem müssten Bäume verschnitten werden. In Buckow hofft man dafür auf die Unterstützung von Ein-Euro-Jobbern. Sollte das nicht klappen, dann müsse wohl die Feuerwehr ran.

Anforderungen wurden erfüllt
Positiv konnte Lehmann konstatieren, dass die Anforderungen an die Sicherheitsstandards Stück für Stück abgearbeitet worden seien. So konnten im letzten Jahr noch Pflasterarbeiten ausgeführt werden. Ein Sicherheitsgeländer im vorderen Teil, wo das Becken am tiefsten ist, werde noch angebracht.
Gerettet habe das Buckower Bad bisher, dass die Wasserwerte in Ordnung waren, weiß der Ortsbürgermeister. „Der Kessel unserer Filteranlage müsste jedoch in absehbarer Zeit überholt werden“ , sieht er eine größere Ausgabe voraus. „Wird das nicht gemacht, kann es zum Totalausfall kommen, so wie es 2003 in Dahme passierte“ , fürchtet Lehmann.
Das Hauptanliegen aber müsse sein, mehr Gäste für das Bad zu interessieren. Die Badfeste seien eine gute Gelegenheit, weiß man in Buckow. Dafür lässt man sich was einfallen. Weil im vergangenen Jahr die Mittel für die Chemikalien nicht ausgeschöpft werden mussten, behielt man Geld übrig, um Bohlen zu kaufen. Tischler aus dem Dorf wollen daraus eine neue Tanzfläche und eine Kegelbahn bauen. Auch wurden aus eingesparten Mitteln eigene Zelte angeschafft, die man bisher bei Nachbarn borgen musste.